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Das war 2016.

Schwalbacher Weihnachtsmarkt am 3. Dezember 2016

Bei idealem Wetter erfreute sich der Stand des Arbeitskreises Avrillé eines großen Andrangs. Der inzwischen traditionelle „Vin blanc chaud au calvados“ fand wie schon in den letzten Jahren reißenden Absatz. Die Besucher konnten aus einer großen Variation von Quiches wählen, beginnend bei der klassischen „Lorraine“ mit Speck über solche mit Walnuss, Brokkoli, Ziegenkäse usw. Danke allen treuen Bäckerinnen und den vielen Helfern beim Auf- und Abbau sowie der Gestaltung des Standes.

Unser Stand auf dem Schwalbacher Weihnachtsmarkt am 3. Dezember 2016

Unser Stand auf dem Weihnachtsmarkt


Käse und Wein

Wie schon seit einigen Jahren fanden sich am 18. November 2016 Mitglieder und auch Freunde des Arbeitskreises Avrillé, aus Schwalbach wie aus Nachbargemeinden, zum inzwischen traditionellen Käse- und Weinabend im Bürgerhaus ein. François Jacoulot von „Vins Fins“ in Bad Soden stellte eine Reihe von Weinen vor und servierte diverse Käsesorten.

Mit einem blumigen Riesling aus dem Elsass eröffnete er die Weinprobe, es folgte ein roter Bergerac, an den sich ein hervorragender kräftiger Bordeaux anschloss. Zum Abschluss wurde ein aromatischer halbtrockener weißer Bergerac kredenzt, der bestens zum gereichten Blauschimmelkäse passte. Neben einem wunderbaren Brie und einem herzhaften Ziegenkäse rundete ein reifer Comté die Verkostung ab.

Käse und Wein - ein Genuss

Käse und - noch nicht im Bild - Wein

Die Vorsitzende des Arbeitskreises Avrillé, Monika Beck, bedankte sich bei den Gästen, die wieder sehr zahlreich erschienen waren und zusammen einen genussreichen und durch viele interessante Gespräche geselligen Abend verbrachten.


Gedenkfeier in Verdun

Auf Einladung des Bürgermeisters von Avrillé, Marc Laffineur, fand am 20. und 21. September 2016 ein Treffen von kommunalen Repräsentanten und Bürgern der beiden Partnergemeinden Avrillé und Schwalbach am Taunus in Verdun statt.

Im Rahmen einer gemeinsamen Gedenkfeier legten Bürgermeisterin Christiane Augsburger und ihr französischer Kollege Marc Laffineur Gestecke an einem Denkmal für gefallene französische Soldaten und später auf einem deutschen Soldatenfriedhof nieder. Schülerinnen der Schwalbacher Albert-Einstein-Schule lasen in deutscher und französischer Sprache Gedichte deutscher Soldaten vor, die von tiefer Friedenssehnsucht geprägt waren. Für alle Anwesenden, besonders die deutschen und französischen Jugendlichen - zwei Schulklassen aus Avrillé waren anwesend - war die Veranstaltung von großer Bedeutung; Gerade die Erinnerung an die Vergangenheit begründet das Streben nach einer gemeinsamen friedlichen Zukunft in Europa.

Foto Nr. 138

Die Vertreter von Avrillé sowie Bürgermeisterin Christiane Augsburger vor der Stele Cote 304:

Der Bürgermeister von Avrillé, Marc Laffineur (Fünfter von links), daneben die Bürgermeisterin des kleinen Dorfes Esnes-en Argonne und Bürgermeisterin Christiane Augsburger, im Vordergrund der Darsteller eines französischen Soldaten des ersten Weltkrieges.

Foto Nr. 162

Bürgermeisterin Christiane Augsburger spricht einige Worte auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Brieulles. Die Vorsitzende des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach, Monika Beck (rechts), trägt die Übersetzung ins Französische vor.

Foto Nr. 186

Bürgermeisterin Christiane Augsburger legte ein Gesteck nieder, der Bürgermeister von Avrillé, Marc Laffineur, ehrte die beiden in Verdun gefallenen Schwalbacher Soldaten mit jeweils einer weißen Rose.

Im Hintergrund die Schülerinnen aus Schwalbach.


Zum Diner ins Schloss: Bürgerfahrt nach Avrillé vom 8. bis 12. September 2016

Mit einem besonderen Highlight endete die diesjährige Bürgerfahrt des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach, vorbereitet mit Unterstützung der Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH, in die französische Partnerstadt.

Nach der Besichtigung des Schlosses von Plessis-Macé, im 16. Jahrhundert Familienbesitz der Du Bellays (Joachim du Bellay war neben Ronsard der bekannteste Dichter seiner Zeit), lud das Partnerschaftskomitee in Avrillé zu einem festlichen Diner in die hochherrschaftlichen Räume. Aufgebrochen waren die 40 Schwalbacherinnen und Schwalbacher, darunter 17 Jugendliche, zu der fünftägigen Reise bei strahlendem Sonnenschein am Donnerstag, 8. September 2016.

In Paris, wo die Reisenden ihre Fahrt unterbrachen und übernachteten, besuchten die Jugendlichen die klassischen Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm, Arc de Triomphe und die Champs-Élysées, während die Ortskundigen ihre individuellen Anziehungspunkte aufsuchten.

In Avrillé genossen die Schwalbacher nach ihrer langen Reise die unmittelbare Umgebung bei einem Picknick auf einer malerischen Insel in der Maine, einem Besuch des Schlosses von Angers und einem Straßenfest mit vielen beeindruckenden künstlerischen und akrobatischen Darbietungen.

In Zeiten von Brexit und Europakrise standen bei allen offiziellen Reden die Zukunft Europas und die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich im Mittelpunkt. Die Bedeutung unserer beiden Länder für Europa fasste die Vorsitzende des Arbeitskreises, Monika Beck, in ihrem Redebeitrag mit einem Zitat Romain Rollands, einem französischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, zusammen: „Frankreich und Deutschland sind die zwei Flügel des Abendlandes. Wer den einen bricht, hindert den anderen daran zu fliegen“.

Teilnehmer und Gastgeber der Bürgerfahrt 2016

Beeindruckt von der großen Herzlichkeit und Gastfreundschaft der französischen Freunde freuen sich die Schwalbacher nun auf den Gegenbesuch der Bürger von Avrillé im Mai 2017.


Storm und Daudet: Letzter Auftritt des Duos Margot Comes und Dr. Ulrike Scholtz

Am Mittwoch, 5.10.2016, gab es im Rahmen des Kulturprogramms des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach im Bürgerhaus Schwalbach den letzten Literaturvortrag des Duos Margot Comes und Dr. Ulrike Scholtz. Seit 1999 führten die beiden Philologinnen und Literaturkennerinnen jeweils in ein Werk oder in die Lebensleistung von zumeist zwei unterschiedlichen und doch irgendwie verwandten Dichtern oder Dichterinnen ein. Nun traten sie unter dem Titel „Sturmflut und Lavendel. Land und Meer. Nord und Süd: Theodor Storm und Alphonse Daudet“ zum letzten Mal vor eine größere Zuhörerschaft.

Eingangs dankte die Geschäftsführerin der Kulturkreis GmbH, Anke Kracke, den beiden mit herzlichen Worten für ihr „tolles Engagement“ über so viele Jahre.

Anke Kracke, Dr. Ulrike Scholtz und Margot Comes

Frau Dr. Scholtz begann mit Theodor Storm (1817 in Husum geboren und 1888 auf seinem Altersitz in Hademarschen in seiner schleswig-holsteinischen Heimat gestorben). Sie charakterisierte ihn als einen spannenden Autor, der überwiegend als naturliebend–idyllisch, unpolitisch und harmlos gelte, aber andererseits doch sehr gesellschaftspolitisch, wenn nicht gesellschaftskritisch, in der damaligen Übergangszeit von den Gedanken der Französischen Revolution über die Restauration zu einer stärkeren Volksbeteiligung tätig war.

Das zeigte sie im Wesentlichen an seinem Lebenslauf und an mehreren ausgewählten Gedichten auf. Sie erwähnte dabei das bekannteste Werk von Storm, seine letzte Novelle „Der Schimmelreiter“, nicht, machte aber sehr deutlich, was ein Kritiker vor Jahren in der Zeitung „Die Welt“ schrieb: „In Storm steckt mehr, als das Klischee vom Schulbuchautor ahnen lässt.“

Auch Margot Comes beschränkte sich hauptsächlich auf einen Aspekt bzw. ein Werk des von ihr vorgestellten Alphonse Daudet: „Die Briefe aus meiner Mühle“. 1840 in Nîmes geboren, hatte Daudet eine relativ schwierige Jugendzeit und kam dann nach Paris, wo er den Großteil seines Lebens verbrachte. Über seinen Freund Frederic Mistral lernte er die Provence besonders schätzen. Er starb nach schwerer Krankheit im Jahre 1897 in Paris. Sein Freund Emile Zola hielt die Trauerrede.

„Die Briefe aus meiner Mühle“ („Lettres de mon moulin“) sind weniger Briefe als Geschichten. Sie sind auch nicht in der Mühle des Autors und nicht in der Provence geschrieben, sondern in Paris. Sie haben kein durchgehendes Thema, sondern sind Geschichten aus der bäuerlichen Gesellschaft, oft verbunden mit Lehren für das Leben. Margot Comes schilderte den Inhalt einiger dieser „Briefe“ und las Passagen in ihrer unverwechselbar pointierten und launigen Art vor.

Zum Abschluss dieses interessanten Abends dankte Frau Kracke nochmals den beiden Damen mit einem bunten Blumenstrauß und schloss den Dank an den Arbeitskreis Städtepartnerschaft für die gute Bewirtung an. Mit einer herzlichen Umarmung unter anhaltendem Beifall der Anwesenden verabschiedete sie die beiden Vortragenden.

Wolfgang Küper


Interessante und amüsante Details zu einer außergewöhnlichen Frau

Im Rahmen des Jahresprogramms des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach in der Kulturkreis GmbH hielt Frau Margot Comes, die langjährige ehemalige Vorsitzende dieses Arbeitskreises, am Mittwoch, 31.8.2016, im Raum 7/8 des Bürgerhauses Schwalbach einen sehr unterhaltsamen Vortrag zu dem Thema „Die schöne Kaiserin: Josephine, die Frau von Napoleon“.

Der Vortrag stand in Verbindung mit der Bürgerfahrt zur Partnerstadt Avrillé (über Paris), die vom 8. bis 12.9.2016 stattfand. Sie sollte im Rahmen des Besuchsprogramms in Paris zum Schloss Malmaison führen, in dem die Kaiserin Josephine nach der Trennung von Napoleon ihre letzten Jahre verbrachte.

Margot Comes

Marie Josephe Rose de Tascher de la Pagérie, kurz Rose genannt, wurde im Jahre 1763 auf der Insel Martinique in der Karibik geboren, die noch heute Teil von Frankreich ist. Selbst dem niederen Adel zugehörig wurde sie im Jahre 1779 mit einem reicheren französischen Adligen, Graf de Beauharnais, Sohn des Liebhabers ihrer Tante, verheiratet. Der verließ sie aber bald, und sie gelangte in ein Damenstift, wo sie viel über Männer lernte und zur „grande dame“ heranreifte. 1785 erfolgte die endgültige Trennung. Aber sie fand bald reiche Gönner und lavierte sich geschickt durch die Wirren der französischen Revolution und des Schreckensregiments, unter dem sie allerdings auch für einige Zeit in einem Kloster-Gefängnis landete. Wieder frei wollte sie alles nachholen, was ihr das Schicksal bis dahin vorenthalten hatte.

Es blieb nicht aus, dass auch der aufstrebende Napoleon in ihren Bannkreis geriet bzw. ihren Reizen erlag. So wird berichtet, dass dieser zwar in der Hochzeitsnacht (im März 1796) auf der Entfernung des Hündchens seiner Angebeteten bestand, mit dem diese ihre Nächte verbrachte. Sie setzte sich jedoch durch, und der Hund blieb und biss (zur Rache) den Bräutigam ins Bein, was Napoleon nicht davon abhielt, sie weiter zu bewundern und ihr heiße Liebesbriefe von seinen Schlachtfeldern zu schicken. Doch Josephine, wie er sie dann nannte, machte sich mehr und mehr unabhängig von ihm, was nicht ohne Folgen blieb. Sie musste schließlich, relativ großzügig abgefunden, der Scheidung zustimmen, die am 14.12.1809 vollzogen wurde. Der Kaiser strebte nach Gleichstellung mit dem Hochadel Europas und brauchte deshalb einen Erben, den sie ihm nicht geben konnte. So nahm er sich die Kaisertochter Marie-Louise von Österreich zur zweiten Frau.

Josephine Beauharnais verbachte ihr letzten Jahre von 1809 bis 1814 in dem von ihr erworbenen Schloss von Malmaison bei Paris mit vielen Empfängen und galanten Abenteuern. Sie starb an den Folgen einer Erkältung, bevor Napoleon, aus Elba zurück, seine Macht wiederzugewinnen versuchte und dann schließlich nach St. Helena verbannt wurde.

Das trotz des guten Wetters zahlreich erschienene Publikum war fasziniert von den vielen Details und den mit verschiedenen Zitaten belegten Geschichten aus dem Leben dieser originellen Frau mit einem sehr bewegten Leben in bewegter Zeit.

Margot Comes und Monika Beck (Vorsitzende des Arbeitskreises)

Da zur Zeit die im Rahmen der Bürgerfahrt nach Avrillé vorgesehene Besichtigung des Schlosses Malmaison wegen umfassender Renovierungsarbeiten nicht stattfinden konnte, soll der Besuch vielleicht schon bei der nächsten Bürgerfahrt nach Avrillé anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Städtepartnerschaft (4./5.Mai 2018) nachgeholt werden.

Wolfgang Küper


Eine abwechslungsreiche Tagesfahrt ins Elsass

Jedes Jahr veranstaltet die Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach eine Tagesfahrt. Sie führte dieses Jahr am Samstag, 25.6.2016, ins Elsass. Am frühen Morgen ging es los. Die Wetterprognose war nicht berauschend, aber allmählich klärte sich der Himmel über dem Süden Deutschlands auf, und so kam die 43-köpfige Reisegruppe nach fast vier Stunden auf der Hochkönigsburg in der Nähe von Sélestat/ Schlettstadt an.

Hochkönigsburg

Die Hochkönigsburg

Die auf einem gewaltigen Felsen etwa 750 m hoch über der Rheinebene thronende Burg stammt als Gründung der Stauferherzöge aus dem 12. Jahrhundert, wurde einige Male ausgebaut und im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) von den Schweden erobert und zerstört. Ihr Schicksal als Ruine wurde dadurch beendet, dass Schlettstadt als ihre Besitzerin sie klugerweise gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach der Angliederung von Elsass-Lothringen an das neu gegründete Deutsche Reich dem deutschen Kaiser als Geschenk vermachte, wohl in der richtigen Vermutung, dass der schon etwas mit der Ruine anzufangen wusste.

Auf seine Veranlassung hin und, wie der Burgführer sich ausdrückte, mit seinem Geld, wurde ein hochherrschaftliches Bauwerk auf den Grundmauern der Ruine errichtet und schließlich als Museum dem Touristenpublikum aus aller Welt zur Verfügung gestellt. Als die Reisegruppe durch die stilvoll möblierten und etwas bombastisch ausgeschmückten Räume wandelte, ging ein heftiger Regenschauer nieder. Während eines erneuten wilden Schauers gelangte die Gruppe dann in ein sehr freundliches und prompt bedienendes Restaurant im nahegelegenen Dörfchen Kintzheim.

Die Wetterlage beruhigte sich wieder etwas, und so gelang es anschließend dann noch, auf den Affenberg (Montagne des Singes) am Fuße der Hochkönigsburg zu kommen, wo etwa 200 Berberaffen in einem abgezäunten Waldgehege von 20 Hektar ihr Leben führen und sich in Ergänzung ihrer normalen Kost von den Besuchern mit Popcorn füttern lassen. Dieses Freigehege ist nicht nur von Touristen besucht, sondern auch von Wissenschaftlern, die das Verhalten von Berberaffen erforschen, die in ihrem ursprünglichen Lebensraum in den Gebirgsregionen Nordafrikas vom Aussterben bedroht sind.

Unsere Reisegruppe

Unsere Reisegruppe

Am späten Nachmittag trat die Gruppe die Rückreise an und je näher man der Heimat kam, desto mehr besserte sich die Wetterlage. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren froh, einen interessanten, abwechslungsreichen Tag erlebt zu haben, den alle Gewalten des Himmels nicht sonderlich beeinträchtigen konnten. Und sie bedankten sich herzlich bei den Verantwortlichen des Arbeitskreises und dem freundlichen Busfahrer.

Wolfgang Küper


Ein rundum gelungener Abend mit Nachbarn

Die beiden Nachbarn aus Kriftel, Axel Lorth – Gesang, Cajon und Gitarre - und Matthias Kippert – Gesang und Gitarre -, die zusammen mit ihrem Pianisten Stefan Kortenbusch vor einigen Jahren das Trio „Les Voisins“ („Die Nachbarn“) gründeten, und die Nachbarschaft von Franzosen und Deutschen bestimmten den Abend des 29.04.2016, der gemeinsam vom Arbeitskreis Städtepartnerschaft Schwalbach-Avrillé und der Kulturkreis GmbH im Schwalbacher Bürgerhaus veranstaltet wurde.

Das Trio „Les Voisins“ hat sich ganz dem französischen Chanson verschrieben. Die Krifteler Nachbarn waren mit ihrem Pianisten erstmals 2011 bei einem Jubiläumsfest der Städtepartnerschaft zwischen Kriftel und dem französischen Airaines (Somme) aufgetreten. Sie sind damit im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus bekannt geworden. Das zeigte sich an dem zahlreich erschienenen Publikum, das nicht nur aus Schwalbach gekommen war. Mit erfrischender Verve trugen sie an die 25 Klassiker des französischen Chansons u.a. von Charles Trenet, Edith Piaf, Georges Moustaki sowie Lieder aus dem Repertoire von Yves Montand vor, zumeist zweisprachig französisch und deutsch, und luden verschiedentlich zum Mitsingen ein. Sie verbanden die einzelnen Lieder durch knappe, launige Erläuterungen und wechselten zwischen besinnlichen und frecheren Liedern ab. Da kam schnell gute Stimmung und manche Nostalgie auf.

Einleitend betonte Margot Comes, die Programmorganisatorin des Abends, dass es sich bei den Musikern um Amateure handele, die alle „ganz anständige bürgerliche Berufe“ ausübten. Sie erläuterte auch, wie deren Liebe zur Musikgattung des französischen Chansons durch die Heimatstadt Saarbrücken oder das Studium in Paris zustande gekommen war. Sie erhielt dann von der Vorsitzenden des Arbeitskreises, Monika Beck, einen herrlichen Blumenstrauß zu ihrem 85. Geburtstag.

Die lockere Atmosphäre dieses Abends wurde dadurch unterstrichen, dass der Arbeitskreis Avrillé Bistro-Köstlichkeiten von den Junior-Köchen der Friedrich-Ebert-Schule und französischen Wein anbot und man an gedeckten Tischen beisammensaß. Das alles konnte nur den allgemeinen Wunsch aufkommen lassen, dass dieser Abend nach einer entsprechenden Nachfolge im kommenden Jahr schreit.

Adieu, Les Voisins!


„Die Höhlen von Lascaux“

So hatte Dr. Wolfgang Metternich seinen Vortrag am Mittwoch, 20. April 2016, im gut besuchten kleinen Saal des Schwalbacher Bürgerhauses genannt, doch stellte er die Epoche der paläolithischen Höhlenmalerei insgesamt vor und führte sein Publikum in zahlreiche Höhlen von der Schwäbischen Alb über Frankreich bis nach Spanien, zeigte eindrucksvolle Bilder und Skulpturen, erläuterte Epochen, Stile und Techniken, die Lebensweise der frühen Menschen und nicht zuletzt die vermutliche Funktion der künstlerischen Darstellungen.

Anke Kracke und Dr. Metternich

Der gemeinsame Abend der Arbeitskreise WiTechWi und Avrillé wurde von der Vorsitzenden der Kulturkreis GmbH, Anke Kracke, eröffnet, die sich über die gelungene Kooperation der beiden Arbeitskreise freuen konnte und Dr. Metternich als bekannten und interessanten Referenten in Schwalbach begrüßte.

Über die zahlreichen sachkundigen Erläuterungen zu den Spuren und Kunstwerken dieser frühen Menschheitsepoche hinaus verwies Dr. Metternich auch auf manch Ungelöstes und Spekulatives, was uns die Menschen dieser Zeit vertraut und fremd zugleich erscheinen lässt.

Viele schöne Bildeindrücke und manch interessanten Reisetipp – nicht nur für Frankreich – könne man auf jeden Fall mitnehmen, so der Referent zum Schluss.

Die nächsten Veranstaltungen der beiden Arbeitskreise sind am 29.04.2016 um 19.30 Uhr ein Chanson-Abend mit der Gruppe „Les Voisins“ (Städtepartnerschaft Avrillé) und am 11.05.2016 ein Vortrag von Gert-Wolfhard von Rymon Lipinski im großen Hörsaal der AES um 19:30 Uhr über „Nahrungsergänzungsmittel und diätische Lebensmittel“ (AK WiTechWi).


Konzert „Drei Farben … trzy kolory“ Blau, Weiß, Rot
mit „Margaux und die Banditen“ am 15. März 2016

Am 15. März 2016 fand im Bürgerhaus Schwalbach ein interessantes, vielseitiges Konzert statt, das unter der Leitung der Schauspielerin, Sängerin und Ärztin, aber auch Tänzerin Margaux Kier stand. Sie ist in Polen geboren, in Köln aufgewachsen und trat zusammen mit dem Jazz-Kontrabassisten Stefan Rey, dem Gitarristen Frank Wingold und dem Pianisten und Akkordeonisten Jura Wajda (aus Tschechien) auf, unterstützt durch die mediale Performance des Videokünstlers Thomas Enbergs.

Bei der Begrüßung hob Günter Pabst (Arbeitskreis Städtepartnerschaft Olkusz-Schwalbach) hervor, dass dieses Konzert der Zusammenarbeit der Arbeitskreise Städtepartnerschaft Olkusz-Schwalbach und Avrillé-Schwalbach sowie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis e.V. mit der Kulturkreis GmbH Schwalbach als Veranstalter zu verdanken sei. Es finde im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit 2016 und des 16. Polnischen Kaleidoskops statt. Er begrüßte besonders Gäste aus den Nachbargemeinden und eine größere Gruppe von Geflüchteten, die der Einladung der Initiative Flüchtlingshilfe Schwalbach am Taunus, der beiden Partnerschaftsarbeitskreise Avrillé und Olkusz und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gefolgt waren.

Das 2½-stündige Programm enthielt dann deutsche, französische und polnische Chansons, darunter einige Vertonungen von Gedichten von Mascha Kaleko und viele von Margaux Kier, eigene Poesie, hervorragende Musik und stellenweise eindringliche Bilder aus den drei Filmen, zumeist jedoch mit eigenem Material des Videokünstlers. Die Abfolge richtete sich nach den drei Farben der französischen Trikolore, die in den großen Themen der französischen Revolution Freiheit (blau), Gleichheit (weiß) und Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit bzw. Liebe (rot) deutlich wurden und sich jeweils trefflich in den Kleidern von Margaux und der Bühnenbeleuchtung spiegelten. Die Inspiration durch die Drei-Farben-Filmtrilogie (Blau-Weiß-Rot) des polnischen Regisseurs Krzyztof Kieslowski, die in der letzten Zeit in den Städtepartnerschaftsarbeitskreisen vorgeführt wurde, war dabei nur stellenweise erkennbar.

Es war nicht immer einfach, den verschiedenen deutschen, polnischen und französischen Texten zu folgen, die insgesamt recht anspruchsvoll waren.

Es ging aber, auch wenn die Videobilder diesen Aspekt sehr stark betonten, nicht nur romantisch und klassisch zu; stellenweise waren die Texte auch deutlich erotisch. Der Saal war nicht voll, aber insgesamt überzeugten Margaux und ihre hochkarätigen Musiker doch mit ihrem Können. Ein herzlicher Beifall dankte ihnen.


Film aus der Trilogie „Drei Farben“: Weiß am 7. März 2016

Im Rahmen des Kulturprogramms zeigten die Arbeitskreise Städtepartnerschaft Olkusz-Schwalbach und Avrillé-Schwalbach am Montag, 7. März 2016, den Film „Weiß“ im Schwalbacher Bürgerhaus. Die Veranstaltung gehört in die Reihe des 16. Polnischen Kaleidoskops und wurde in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis e.V. durchgeführt.

Der Film stammt aus der Trilogie „Drei Farben“ des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieslowski und thematisiert auf sehr eigenwillige Weise ein Stück französisch-polnischer Beziehungen. „Weiß“ ist der zweite, mit einem silbernen Bären ausgezeichnete Film aus der Reihe über die drei Farben der französischen Trikolore, die symbolisch für die Werte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit stehen. In diesem amüsanten und teilweise ausgesprochen skurrilen Film geht es um das Thema der Gleichheit, hier die der beiden Hauptpersonen, der Französin Dominique und des Polen Karol.

Abgebrannt und von seiner Frau verlassen, reist Karol in einem Koffer versteckt von Paris zurück in seine Heimat. Doch dann beginnt er, der scheinbar typische Verlierer, eine erstaunliche Karriere. Durch Immobiliengeschäfte kommt er zu Reichtum und es gelingt ihm, sich an Dominique, gespielt von Julie Delpy, zu rächen, indem er seinen Tod vortäuscht und sie als seine Mörderin erscheinen lässt. Dominique wird verurteilt und kommt ins Gefängnis, wodurch aus der Sicht Karols so etwas wie Gleichheit zwischen ihnen beiden wiederhergestellt wird. Doch scheint sich am Ende ein Happy End anzudeuten.

In der angeregten Diskussion des Publikums, geleitet von Frau Dr. Ulrike Scholtz, die auch schon in den Film eingeführt hatte, wurde noch mancher interessante Aspekt angesprochen und auf viele filmisch eindrucksvolle Szenen voller Symbolkraft aufmerksam gemacht.


Neujahrstreffen am 15.01.2016

Wie im Vorjahr fand das diesjährige Neujahrstreffen des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach am 15.1.2016 im Schwalbacher Bürgerhaus statt. An die 40 Freundinnen und Freunde der Partnerschaft, an der Spitze die Geschäftsführerin der Kulturkreis GmbH, Anke Kracke, waren erschienen. Die scheidende Vorsitzende Trudel Schulte-Mäter, begrüßte auf das herzlichste die Erschienenen und stieß auf das neue Jahr mit dem Wunsch auf friedlichere Zeiten an. Jürgen Schulte-Mäter blickte mit einer eindrucksvollen Power-Point-Präsentation auf die Veranstaltungen und Aktivitäten der Partnerschaft im vergangenen Jahr zurück. Die Vorsitzende dankte ihm ebenso wie dem Presseberichterstatter des Arbeitskreises, Wolfgang Küper.

Die neue Vorsitzende des Arbeitskreises, Monika Beck (links), ihre Vorgängerin, Trudel Schulte-Mäter (rechts) und Anke Kracke, Vorsitzende der Kulturkreis GmbH

Die neue Vorsitzende des Arbeitskreises, Monika Beck (links),
ihre Vorgängerin, Trudel Schulte-Mäter (rechts), und Anke Kracke, Vorsitzende der Kulturkreis GmbH

Anschließend hielt Anke Kracke eine Dankesrede auf Trudel Schulte-Mäter, die den Arbeitskreis „auf ihre Art“ geprägt habe, und begrüßte die neue Vorsitzende, Monika Beck, bisherige Vize-Vorsitzende, und ihre neue Vertreterin, Sabine Neumann-Paul. Dann konnten die Gäste das herausragende Bufett, das mehrere Mitglieder des Arbeitskreises liebevoll und gekonnt zubereitet hatten, genießen.

Abschließend stellte die neue Vorsitzende das Programm des Jahres 2016 vor – mit dem Höhepunkt der Fahrt nach Avrillé, die für den 8. bis 12.9. vorgesehen ist. Wolfgang Küper wird weiter über die Aktivitäten berichten, Claudia Löwe wird beim Veranstaltungsmanagement tatkräftig mitwirken und Erich Stichel wird die Internet-Seite der Partnerschaft betreuen. Zur Erinnerung wurde dann noch ein Gruppenfoto aller Anwesenden gemacht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Neujahrstreffens

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Neujahrstreffens


Schwalbacher Weihnachtsmarkt am 5. Dezember 2015

Schwalbacher Weihnachtsmarkt 2015    Schwalbacher Weihnachtsmarkt 2015

Der Weihnachtsmarkt wurde bei idealen Temperaturen von vielen Schwalbacher Bürgern besucht. Auch bei unserem Stand fanden sich viele ein, um den inzwischen bekannten und beliebten "vin blanc chaud au calvados" mitsamt einer großen Auswahl an Quiches zu genießen.


Käse und Wein:
Wieder ein gelungener Abend unter vielen Freunden und Gästen

Käse und Wein    Käse und Wein

Zum traditionellen Käse- und Weinabend des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé und der Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH fanden sich in diesem Spätherbst am 20. November 2015 besonders viele Freundinnen und Freunde der Partnerschaft mit Avrillé mit einigen Gästen im Bürgerhaus ein. Fast konnte der Saal sie nicht alle fassen und zusätzliche Stühle und Tische mussten besorgt werden. „Überwältigt und froh“ begrüßte die Vorsitzende des Arbeitskreises, Trudel Schulte-Mäter, die Erschienenen und besonders Frau Kallenberg von der Kulturkreis GmbH, die dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft besonders verbunden ist. Gemeinsam gedachte man mit einer Schweigeminute der Toten und Verwundeten der grausamen Terroranschläge des vergangenen Freitags in Paris und ihren Angehörigen.

In bewährter Weise führte Herr  François Jacoulot aus Bad Soden in die verschiedenen Weinsorten, die zum Genuss anstanden, und einige dazu servierte Kuhmilch- und einen Ziegenkäse ein. Diesmal stammten die Weine aus dem Pays d‘Herault bei Montpellier und aus der Gegend bei Marseille, davon zwei Weißweine, ein leichter Rosé und ein vollmundiger, fruchtiger Rotwein.

Zum Schluss bedankte sich Frau Schulte-Mäter bei Herrn Jacoulot und den freiwilligen Helfern, die zum Gelingen eines tollen Abends beigetragen haben.


Frankfurt-Marathon am 25.10.2015
Vier Nationen, 1 Staffel - "Sensationelle Plazierung"

   

Die Europastaffel (von links):
Sonia Rogey (F),

Anke Kracke (D)

Jakub Sowinski (Pl)

Russell John Best (GB)

   
   

Anke Kracke, Geschäftsführerin der Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH, ist nicht nur agile Kulturmanagerin, sondern auch passionierte Läuferin, und sie weiß: „Gemeinsames Laufen verbindet.“ Da bot es sich geradezu an, diesen Gedanken für die drei Schwalbacher Städtepartnerschaften zu aktivieren. Die Europastaffel war geboren, ein eigenes T-Shirt schnell produziert. Am vergangenen Sonntag beim Frankfurt Marathon wurde die Idee umgesetzt – mit sensationellem Ergebnis.

Die Idee der gemeinsamen Laufstaffel fiel in den Partnerstädten in Avrillé (Frankreich), Olkusz (Polen) und Yarm on Tees (England) auf fruchtbaren Boden. In Avrillé war die Begeisterung so groß, dass der Laufclub der Stadt, „Les Foulées Avrillaises“, gleich mit einer zusätzlichen Staffel sowie drei Läufern für den kompletten Marathon anrückte. Gilbert Parvedy, Vorsitzender des Vereins, erklärt: „Unser Club ist sehr aktiv bei vielen Veranstaltungen in Frankreich, und da war es sofort klar, dass wir an der Europastaffel und dem Frankfurt Marathon teilnehmen.“

Betreut wurde die Läufergruppe durch die Schwalbacher Turngemeinde, die selbst viele erfahrene Marathonläufer in ihren Reihen hat. Unter der Leitung von Ralf Roßmanith und Axel Hörschelmann sorgte sie in hervorragender Weise dafür, dass alle Staffelläufer an ihren Wechselplatz gebracht und wieder abgeholt wurden. Teilweise wurden die Gäste auch in Familien der Mitglieder untergebracht. „Die Gastfreundschaft ist beeindruckend, das Lauffest hat richtig Spaß gemacht“, kommentiert Russ Best aus Yarm on Tees. Dazu trug dann auch das gemeinsames Abendessen in der Jahn-Turnhalle der Turngemeinde bei. Gäste und Gastgeber ließen in geselliger Runde mit fröhlichem Gesang den Marathontag ausklingen.

Und das Ergebnis kann sich sehen in der Tat lassen. Die Europastaffel mit Sonia Rogey (Frankreich), Anke Kracke (Deutschland), Jakub Sowinski (Polen) und Russell John Best (England) bewältigte die 42,195 Kilometer lange Strecke in drei Stunden 18 Minuten und 11 Sekunden. Damit landeten die Läuferinnen und Läufer der Städtepartnerschaften unter den 1184 gemischten Staffeln auf einen sensationellen 43. Platz. Schneller war nur Gilbert Parvedy, der als Einzelläufer den gesamten Marathon in drei Stunden 15 Minuten absolvierte.

„Ein wirklich gelungenes Lauffest, das unseren Städtepartnerschaften neue Impulse gibt“, freut sich Trudel Schulte-Mäter, Vorsitzende des Arbeitskreises Avrillé. „Solche Sportveranstaltungen festigen nicht nur die Freundschaft der Partnerstädte, sondern helfen auch, diese an die nächste, jüngere Generation weiterzugeben“, ist Günter Pabst vom Arbeitskreis Olkusz überzeugt. Anke Kracke ist mit der Europastaffel rundum zufrieden: „Der Anfang ist gemacht, und ich bin sicher, dass wir im kommenden Jahr wieder eine oder sogar mehrere gemeinsame Staffeln haben werden.“

   

Die Avrillé-Staffel:

Jean-Francois Gaschet

Christine Robin

Jérémy Augereau

Veronique Astoul

 

Die franz. Marathon-Läufer:

Emmanuel Robin

Gilbert Parvedy

Sylvain Begenne


Literaturabend am 21.10.2015

Im Mittelpunkt der diesjährigen Literaturveranstaltung des Arbeitskreises Avrillé standen die Romane der beiden Autorinnen Marguerite Yourcenar und Toni Morrison.

Als erste stellte Margot Comes das Werk „Ich zähmte die Wölfin“ der französisch/belgischen Autorin vor. Marguerite Antoinette Jeanne Marie Ghislaine Cleenewerck de Crayencour wurde 1903 in Brüssel geboren, nannte sich später Yourcenar und starb 1987. Sie war die erste Frau, die in die Académie française aufgenommen wurde.

In einer fiktiven Bearbeitung thematisiert Yourcenar die Biografie Kaiser Hadrians. Sie benutzt dafür– wie in der Antike recht verbreitet – die Form des Briefes an den Adoptivenkel, den späteren Kaiser Marc Aurel. Sie beschreibt Hadrian als einen souveränen, an griechischer Philosophie interessierten, unabhängigen Menschen, dem es in seiner allgemein als positiv bewerteten Regierungszeit gelang, die Römer in ihrem Expansionsdrang zu bremsen. Das führte zu dem deutschen Titel „Ich zähmte die Wölfin“ (im französischen Original: Les mémoires d’Hadrian).

Das zweite Werk an diesem Abend, von Dr. Ulrike-Sofie Scholtz vorgestellt, war der Roman „Solomons Lied“ von Toni Morrison. 1931 geboren, wächst sie als behütete Tochter aus dem Mittelstand auf, ohne besonderer Diskriminierung ihrer Hautfarbe wegen ausgesetzt zu sein.

Während andere afroamerikanische Schriftsteller vor ihr wie Richard Wright und Ralph Ellison sich im Wesentlichen mit Themen wie Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzten, konzentriert sich die Literaturnobelpreisträgerin von 1993 Toni Morrison in ihrem Roman auf das Zusammenleben innerhalb der schwarzen Gemeinschaft.

Sie beschreibt in einer gewählten, bildreichen Sprache voller Ironie – die Farm der Eltern des Protagonisten ist „Lincoln’s Heaven“ genannt – die Geschichte der afroamerikanischen Familie Dead über vier Generationen und greift dabei den amerikanischen Gründungsmythos auf aus der Perspektive der schwarzen Einwohner. Bei der Findung des Titels bezieht sie sich nicht nur auf ein amerikanisches Kinderlied, sondern spielt auch auf den biblischen Text „das Hohe Lied Salomon“ an.

Auf höchst interessante und anschauliche Art verweisen beide Referentinnen auf die Gemeinsamkeit der vorgestellten Romane, die einerseits realitätsnah vergangene Epochen porträtieren, andererseits aber nur durch zugefügtes Erfundenes zu einem literarischen Text werden, der die Fantasie der Leser bewegt.


Ein interessanter Ausflug auf unbekanntes Terrain

Die diesjährige Tagesfahrt der Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé am Samstag, 4. Juli 2015, führte nach Bitche in der Region Lothringen. „Bitche? Wo ist denn das? Und was gibt es da denn schon zu sehen?", wird sich mancher fragen.

Bei den zu erwartenden tropischen Temperaturen hatte die Kulturkreis GmbH vorsorglich bei allen angemeldeten Teilnehmern angefragt, ob man sich die Fahrt denn wirklich zutraue. Nur ganz wenige sagten ab und so fanden sich immerhin knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am frühen Samstagmorgen zur Abfahrt ein.

Nach der herzlichen Begrüßung durch die Vorsitzende des Arbeitskreises Avrillé, Frau Trudel Schulte-Mäter, führte Frau Margot Comes in ihrer unnachahmlichen Art in das Hauptziel des Tages, die Zitadelle von Bitche, ganz in der Nähe der deutsch-französischen Grenze, ein. Wechselnde Herrschaften, der territoriale Anspruch des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. und die heftigen Kämpfe um den Ort im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 bildeten den Hintergrund.

Es wurde wahrlich ein interessanter und schöner Tag, mit dem wohl keiner so gerechnet hatte. Nach einem längeren Anmarsch über die Eingangsrampe geriet man in die unterirdische Welt der Festung mit einer hoch technisierten Filmvorführung an den verschiedensten Orten dieser weiträumigen und kühlen Unterwelt. Auch in dem weiten Raum darüber im Freien gab es noch viel zu bestaunen und auch noch für einige beim Rundgang um die Festung, die auf einem Sandsteinplateau von ca. 360 m Länge und 30 bis 60 m Breite thront und wahrlich uneinnehmbar war. Und als ob das alles noch nicht genug der Überraschung war, gab es anschließend einen herrlichen Spaziergang durch den „Garten für den Frieden“ unterhalb der Festung mit wundersamen Arrangements in farbigster Pracht.

Dann fuhr der Bus zurück – und zwar zunächst nach Kallstadt an der Weinstraße, wo es eine erfrischende Weinprobe nach dem kühlen Kellerbesuch der Winzergenossenschaft gab. Beim Ausstieg, immerhin um kurz vor 17 Uhr, zeigte das Außenthermometer des Busses 40 Grad an! Schnell wurden noch kräftig der genossene Wein und andere Köstlichkeiten eingekauft und gegen 20.45 Uhr landete man dann wieder in Schwalbach, wo das besagte Thermometer immer noch 38 Grad anzeigte.

Trotz der Hitze, es war wunderschön und unterhaltsam. Und am schönsten war die Ruhe des Tages. Lediglich ein Bus war vor uns in Bitche angekommen und ansonsten gab es überhaupt kein Gedränge und keinerlei Stress. Und manch einer wird sich vorgenommen haben, bei anderer Gelegenheit noch einmal in die erholsame Landschaft Lothringens und in diese überaus historische Festung zurückzukehren.

    


Tag der Vereine

Am 20. Juni 2015 gab es wieder den alle zwei Jahre stattfindenden „Tag der Vereine“ auf dem Schwalbacher Marktplatz. Vereine und Arbeitskreise präsentierten sich und ihre Aktivitäten. Auch dieses Mal hatten die drei Arbeitskreise der Städtepartnerschaften Avrillé, Yarm und Olkusz einen gemeinsamen Stand und Mitglieder standen den interessierten Bürgern Rede und Antwort.


Kleine Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Deutsch-französischen Stammtisches

Am Dienstag, 2. Juni 2015, versammelten sich gut 20 Mitglieder des deutsch-französischen Stammtisches in Schwalbach im Gasthof zum Schwanen zu einem festlichen Abendessen. Sie gedachten damit des 20jährigen Jubiläums des Stammtisches, der seit Mai 1995 jeden ersten Dienstag im Monat im Gemeindehaus St. Martin in der Badenerstr. im Limes stattfindet.

Dabei stand eine Frau im Vordergrund, die Gründerin und bis heute amtierende Leiterin, Frau Margot Comes. Unsere Bürgermeisterin, Frau Augsburger, war eigens erschienen, um Frau Comes für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken und den Teilnehmern eine Runde zu spendieren. Für den Rest kam dann der Arbeitskreis Städtepartnerschaft Schwalbach-Avrillé auf. Frau Augsburger nannte dieses Jubiläum eines, das es nicht häufig in dieser Region gibt. Denn welche Stadt kann auf 20 kontinuierliche Jahre eines solchen Stammtisches blicken?

Trudel Schulte-Mäter, Margot Comes und Christiane Augsburger

Trudel Schulte-Mäter, Margot Comes und Christiane Augsburger

Lange saßen die Teilnehmer an diesem Abend noch in fröhlicher Runde zusammen, diesmal nicht in Französisch. Aber alle waren sich einig: Der Stammtisch wird hoffentlich noch sehr lange unter seiner bewährten Leitung stattfinden und im Rahmen der Städtepartnerschaft weiterhin im Austausch über Sprache und Kultur des Nachbarlandes an der Verständigung und am Frieden zwischen den Völkern mitwirken.


20 Jahre Deutsch-Französischer Stammtisch in Schwalbach

Seit nunmehr 20 Jahren treffen sich an jedem ersten Dienstag im Monat – derzeit zwischen 10 und 20 Schwalbacher Bürger und Bürgerinnen – im Gemeindehaus St. Martin in der Badener Straße. Im Mai 1995 fand die erste Sitzung des Deutsch-Französischen Stammtisches statt, entstanden aus der Städtepartnerschaft zwischen Avrillé und Schwalbach.

Die damalige Vorsitzende des Arbeitskreises Städtepartnerschaft, Frau Margot Comes, kam auf den Gedanken, die grundlegenden Ideen der Partnerschaft, die Aussöhnung zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern und die Förderung von Verständigung und Frieden zwischen unseren beiden Völkern, zu vertiefen. So traf man sich zum monatlichen Austausch über die Sprache und Kultur des Nachbarlandes, die vielgerühmte „civilisation française“, um damit auch die sprachliche Kompetenz zu verbessern. Damit wurde der „Deutsch-Französische Stammtisch“ auch zu einem Einstieg in die Arbeit des Arbeitskreises und motivierte zur Mitwirkung an seinen weiteren Aktivitäten und erst recht zum Kontakt mit unseren Partnern in Avrillé bei den gegenseitigen Besuchen über all die Jahre.

Die Sitzungen laufen mittlerweile mehr oder weniger nach einem festen Schema ab. Einleitend gibt es ein oder zwei grammatikalische bzw. Wortschatzübungen aus einer französischen Schulgrammatik. Dann folgt je nach Anlass eine allgemeine Diskussion über ein aktuelles Thema. Anschließend wird ein aktueller Zeitungsartikel der französischen Presse oder ein sonstiger interessanter Text aus den Bereichen Geschichte, Kultur und Gesellschaft, Literatur oder Architektur gelesen, übersetzt und analysiert. Bisweilen erfolgt auch eine über die Sitzungen fortlaufende Lektüre von französischen Kurzgeschichten oder Novellen. Zum Schluss gibt es dann die „boite“, eine Box mit Begriffen, die jeweils von einem Teilnehmer zu erläutern und von der Gruppe zu erraten sind.

Zumeist vergehen die zwei Stunden des Stammtisches im Fluge. Seit 20 Jahren bereitet sich die Gründerin und bis heute amtierende Leiterin eingehend vor und bietet interessante Themen, die immer wieder neue Sichtweisen auf die französische Lebensweise eröffnen. Einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind seit Beginn dabei, neue kommen immer wieder hinzu bzw. sind jederzeit herzlich willkommen.

Am Dienstag, 2. Juni 2015, hat sich der Stammtisch zu einem festlichen Abendessen im Schwanen getroffen, um gebührend die vergangenen 20 Jahre zu feiern und auf die weitere Zukunft des Stammtisches anzustoßen.


Einsatz für Europa im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft
Treffen der Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach

 

Vom 14. 5. bis 17.5.2015 fand der diesjährige Besuch unserer Freunde aus Avrillé im Rahmen der seit über 30 Jahren jährlich zwischen den beiden Partnerstädten wechselnden Besuchsreisen statt. Dieses Mal hatten 21 Gastfamilien aus Schwalbach 39 Gäste aus Avrillé aufgenommen.

Nach der langen Anfahrt aus Frankreich kam der Bus am Himmelfahrtstag abends nahezu pünktlich an. Nach einem kleinen Empfang im Bürgerhaus verteilte man sich auf die Gastfamilien. Am nächsten Morgen gab es dann eine Exkursion in die Barbarossastadt Gelnhausen. Die 66 Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden in drei Gruppen durch die Kaiserpfalz und die Stadt geführt und erfuhren viel Neues über deren große historische Bedeutung.

Nach der Rückkehr lud der Magistrat der Stadt zu einem festlichen Empfang im großen Saal des Bürgerhauses ein. Für die hervorragende musikalische Umrahmung der Festreden sorgten zwei junge Damen der Taunus Musikschule und der Chor Pro Musica. Die Bürgermeisterin Christine Augsburger erinnerte an den 70. Jahrestag des 2. Weltkrieges und betonte die großen Erfolge und Chancen der europäischen Einigungsbewegung. Der Vertreter der Stadt Avrilllé, Beigeordneter Laurent Prétrot, betonte seinen Glauben an die Zukunft eines starken europäischen Volkes. Die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees aus Schwalbach und Avrillé, Frau Trudel Schulte-Mäter und Herr Jean-René Brillouet, unterstrichen, dass sich die Partnerschaft für die europäischen Ideen von Frieden und Freiheit einsetzt und die „Flamme der europäischen Idee am Glühen“ halte.

Nach dem Run auf das außerordentlich geschmackvoll hergerichtete leckere Buffet zeigten Jugendliche der Albert-Einstein-Schule dann noch einen Film über die letzte Deutsch-Französische Jugendbegegnung in Bayern, und ein spontan auf der Hinfahrt sich gebildeter Chor unserer französischen Freunde erfreute die Anwesenden, darunter auch der Europa-Abgeordnete aus Schwalbach, Thomas Mann, mit zwei fröhlichen Liedern.

Der Samstag stand zur freien Verfügung mit den Gastfamilien. Zahlreiche Gruppen trafen sich – rein zufällig – in Frankfurt, andere führte es in den Rheingau und am Abend saß man dann auch noch verschiedentlich zusammen.

Leider ging es dann schon am frühen Sonntagmorgen zurück, und man konnte sich nur schwer trennen. Hatte noch Pro Musica am Freitagabend gesungen „ An Tagen wie diesen kein Ende in Sicht“, kam das Ende dann doch viel zu schnell. Aber die Partnerschaft wird weiter bestehen und viele Gastgeber mussten versprechen, im nächsten Jahr zum Wiedersehen nach Avrillé zu kommen.

Wolfgang Küper


Le Corbusier: Genie – Reformer – Barbar?

Mit diesen drei Charakterisierungen hatte Dieter Kunze seinen Vortag über „den bekanntesten Architekten des 20. Jahrhunderts“ vor dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé–Schwalbach am Dienstag, 5.5.2015, im Bürgerhaus unterlegt. Er stieß auf großes Interesse. Der Saal war gut gefüllt.

Der Vortragende skizzierte das abwechslungsreiche Leben des schweizerisch-französischen Allround-Talents, das immer von sich überzeugt war. Er war Maler - über 32.000 Skizzen sind von ihm überliefert. Er war Architekt mit etwa 200 Projekten, der etwa 80 Häuser gebaut hat. Er war ein Stadtplaner, der mit seinem Konzept der „strahlenden Stadt“ die traditionellen Städte mit der Natur versöhnen wollte und er war Poet und Agitator mit über 40 Büchern.

Anhand gut aufbereiteter Beispiele analysierte der Vortragende eingehend den besonderen Stil des Architekten und Planers: die Weißenhof-Siedlung in Stuttgart, die „Sonnenstadt“ von Marseille, ein monströses Gebäude, das in sechsfacher Ausfertigung die gesamte Limesstadt mit etwa 10.000 Einwohnern aufnehmen könnte, seine Pläne zur Umgestaltung des Zentrums von Paris oder die Neugestaltung von Algier und schließlich die Gesamtplanung und Gestaltung des Regierungsviertels der indischen Provinzhauptstadt Chandigarh. Es fehlten nicht die Villa Savoye bei Paris (1927-31) oder die Kapelle „Notre Dame du Haut“ von Ronchamp (1951-55), deren Glasfenster er eigenhändig bemalte.

Insgesamt entstand ein recht kritisches Bild des Mannes, der sich immer gut in Szene zu setzen verstand und unerbittlich gegen die Traditionen polemisierte. Es wurde aber auch sehr deutlich, dass seine Architektur vor allem in den riesigen Wohngebäuden und seinen Vorstellungen der neuen Stadt doch auch unmenschliche und totalitäre Züge trägt. Also, wie Herr Kunze gleich zu Anfang betonte: Er war alles: das in sich ruhende Genie, der revolutionäre Reformer und der Barbar, der den Menschen „Maschinen zum Wohnen“ bescherte.

So brachte der Abend eine Fülle von Informationen und Einsichten und einen umfassenden Überblick über das Werk eines vielseitigen Genius.


Die Farbe Rot – für Brüderlichkeit
Ein sehr interessanter Filmabend des Arbeitskreises Avrillé

Am 20.4.2015 veranstaltete der Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé–Schwalbach in der Kulturkreis GmbH im Rahmen seines Jahresprogramms 2015 einen Filmabend: „Drei Farben: Rot“.

Es ging dabei um den dritten Teil einer Trilogie zu den Idealen der Französischen Revolution Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit, repräsentiert durch die Farben der französischen Nationalflagge Blau, Weiß, Rot. Das Ganze wurde in Szene gesetzt in insgesamt drei voneinander unabhängigen Spielfilmen des polnischen Meisterregisseurs Krzysztof Kieslowski in den Jahren nach der Wende bzw. dem Zerfall der Sowjetunion.

Frau Dr. Ulrike-Sofie Scholtz führte in das Werk ein und wies vor allem auf besondere filmische Gestaltungsmerkmale der verschiedenartigen Beziehungen im Film hin. Im Eigentlichen ging es um die Geschichte bzw. die Beziehungen eines jungen Fotomodells und eines älteren ehemaligen Richters im schweizerischen Genf.

Die Anwesenden waren sichtlich von dem Film und seiner Ästhetik und Feinfühligkeit beeindruckt. Sie diskutierten anschließend intensiv mit der Moderatorin über das Gesehene, so etwa über den Schluss mit einem katastrophalen Fährunglück im Ärmelkanal, das die junge Frau als eine der wenigen zusammen mit einem Nachbarn aus Genf, den sie bis dahin nicht wahrgenommen hatte, überlebt hat.

Verbindungen, Beziehungen, Zufälligkeiten mit märchenhaften Zügen, poetische Gerechtigkeit und das uralte Thema von Schuld und Sühne, eine weite Spanne der Interpretation der „Brüderlichkeit“, die hier ausgebreitet wurde. Günter Pabst, Vorsitzender des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Olkusz-Schwalbach kündigte an, dass zu Anfang des nächsten Jahres der entsprechende Film über die Farbe Weiß, der in Polen spielt, gezeigt werden soll. Abschließend wies die Vorsitzende unseres Arbeitskreises, Frau Schulte-Mäter, noch auf die nächste Veranstaltung des Arbeitskreises, einen Vortrag über den großen französischen Architekten Le Corbusier, am 5.5.2015 hin.


Degas begeisterte durch seine Bilder

Am 11.3.2015 hielt Suzanne Bohn, Kulturjournalistin und Vortragskünstlerin, im Bürgerhaus Schwalbach, organisiert vom Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach und der Kulturkreis GmbH, einen Vortrag über den französischen Maler Edgar Degas (1834 – 1917). Eingangs bedankte sich die Vorsitzende Trudel Schulte-Mäter bei Margot Comes für die Mitarbeit am Kulturprogramm und die nunmehr 20 jährige Leitung des französischen Stammtisches des Arbeitskreises, der einmal monatlich stattfindet.

Die Vortragende, Frau Bohn, stellte dann in einer umfassenden Power Point Präsentation den Maler der Tänzerinnen, der Pferde, der Modistinnen und der Arbeiterinnen vor, der auch als Bildhauer und Dichter tätig war. Edgar Germain Hilaire de Degas, wie sein voller Name lautete, stammt aus einer begüterten Familie  und wurde in Paris geboren, wo er auch starb. Da er finanziell unabhängig war, war er nicht auf Aufträge angewiesen und musste nicht von seiner Kunst leben.

Er wird oft irrtümlich als Impressionist bezeichnet, der er im Grunde nicht war, obwohl er, den Impressionisten sehr verbunden, viele Ausstellungen für sie organisierte. Er war ein Mann voller Widersprüche, über dessen Privatleben eigentlich nichts bekannt ist. Frauen werden auf seinen Bildern in der Regel nicht sehr schmeichelhaft dargestellt.

Die zu dem Vortrag Erschienenen zeigten sich jedoch begeistert von diesem Künstler, einem Wegbereiter der Moderne, der sich dabei aber stets etwas im Hintergrund hielt.


 

In Anwesenheit von Bürgermeisterin Christiane Augsburger, Monika Junker und Trudel Schulte-Mäter brachten zwei Mitarbeiter des Bauhofs am 19.2.2015 eine Plakette neben dem Rosenbogen im Europapark an.

 


Unterhaltsames und abwechslungsreiches Neujahrstreffen 2015

Am 15. Januar 2015 fand das traditionelle Neujahrstreffen des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé-Schwalbach im Schwalbacher Bürgerhaus statt.

Es begann mit dem Gedenken an die Opfer des terroristischen Anschlags in Paris Anfang diesen Jahres.

Ein aufrichtiges Beileid wurde anschließend Margot Comes übermittelt zum Tod ihres Mannes Prof. F.J. Comes. Er hat im Laufe der Jahre viele Facetten der französischen Kultur und Geschichte mit seinen Vorträgen dem Schwalbacher Publikum dargeboten.

Dem Dank der Vorsitzenden Trudel Schulte-Mäter an Anke Kracke vom Kulturkreis, an die stellvertretende Vorsitzende Monika Beck sowie die Herren Küper und Schulte-Mäter für die gute Zusammenarbeit folgte ein Rückblick auf die Arbeit und die verschiedenen Ereignisse im vergangenen Jahr in Form einer Fotoshow.

Wieder einmal hatten die Mitglieder des Arbeitskreises und des französischen Stammtischs ein hervorragend geschmackvolles Buffet vorbereitet, das breite Anerkennung fand und ausgiebig genossen wurde.

Nach dem Essen wurde das Jahresprogramm für 2015 vorgestellt:

11.03.15 Vortrag über „Edgar Degas“

20.04.15 Filmabend mit „Drei Farben Rot“

05.05.15 Vortrag über „Le Corbusier“ – Architekt

14.05 – 17.05.15 Besuch der französischen Freunde in Schwalbach

21.10.15 Literaturvorträge über Werke von Marguerite Yourcenar und Toni Morrison

20.11.15 Käse und Wein

05.12.15 Teilnahme am Weihnachtsmarkt

Den krönenden Abschluss des Abends bildete die Vorführung des Films „Bretagne - Avrillé 2014“ über eine Fahrt in die Bretagne und den anschließenden Besuch des Partnerschaftstreffens in Avrillé, präsentiert von Dr. Bernhard Jünemann, der ebenfalls den besonderen Dank der Vorsitzenden für diesen hervorragenden Beitrag erhielt.


12.12.2014: Weihnachten in den Partnerländern

 

Mitglieder der 3 Arbeitskreise der Städtepartnerschaften mit Avrillé, Olkusz und Yarm haben bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier Lieder und Texte aus dem jeweiligen Land vorgetragen und Gebräuche geschildert. Dazu wurden landestypische weihnachtliche Spezialitäten angeboten.


Weihnachtsmarkt 2014

 

Am 6. Dezember fand in Schwalbach der Weihnachtsmarkt statt. Bei angenehmen winterlichen Temperaturen und guter Stimmung fanden sich viele Bürger auch an unserem Stand ein, verzehrten die angebotenen Quiches und genossen den " vin blanc chaud au calvados".


Gemeinsames Gedenken - 2014

Gemeinsames Gedenken

Anders als in Deutschland, wo die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg stark überlagert ist von der an den Zweiten, gedenkt Frankreich jedes Jahr am 11. November des Waffenstillstands von 1918 und der Opfer der „Grande Guerre“.

Seit kurzer Zeit sind bei diesen Feierlichkeiten auch Deutsche eingeladen. Schwerpunkt des Gedenkens ist nicht mehr der Sieg Frankreichs sondern die vielen Millionen Getöteten und Verletzten, die der Krieg in ganz Europa verursacht hat.

Zum ersten Mal waren nun im Rahmen des 4jährigen Gedenkzyklus an den hundertsten Jahrestag zum Ausbruch des 1 Weltkrieges Bürgermeisterin Augsburger, Frau Kracke von der Kulturkreis GmbH, Trudel Schulte-Mäter und Monika Beck als Vertreterinnen des Arbeitskreises Avrillé in die Partnerstadt eingeladen.

Zu Anfang der Feierlichkeiten vor dem Ehrenmal lasen Grundschüler die Namen der 41 gefallenen Soldaten aus Avrillé vor. Dann legte Bürgermeister Laffineur, begleitet von Trudel Schulte-Mäter und Vertretern der Kriegsveteranen und Angehörigen des Militärs ein Blumengebinde nieder.

Beim anschließenden Treffen im Rathaus wurde ein Grußwort von Bürgermeisterin Augsburger verlesen, die aus dienstlichen Gründen verhindert war. In einer Rede gedachten die Gäste aus Schwalbach der Opfer des Krieges und hoben dabei die Bedeutung und beispielhafte Rolle der Städtepartnerschaft zwischen Avrillé und Schwalbach hervor für ein vereintes Europa in Frieden.

Zum Abschluss fand ein gemeinsames Essen statt mit einer Gruppe von Kriegsveteranen und Vertretern der Stadt in dessen Verlauf die Gastgeber sich noch einmal herzlich bei den beiden Vertreterinnen des Arbeitskreises bedankten.


Auch dieses Jahr wieder ein gemütliches Zusammensein
bei Käse und Wein am 7.11.2014

 

Wie jedes Jahr im Spätherbst fanden sich Freunde und Freundinnen der Partnerschaft mit Avrillé mit einigen Gästen wieder am Freitag, 7.11.2014, zum Käse- und Weinabend im Bürgerhaus ein

François Jacoulot (Bild oben Mitte) aus Bad Soden führte in die verschiedenen Weinsorten, die zum Genuss anstanden und einige dazu rervierte Kuhmilch- und Schafskäse ein, zu denen sich auch noch ein Ziegenkäse gesellte. Die Weine stammten neben einem Elsässer diesmal alle aus Bergerac, einer Weingegend um die Stadt Bergerac im südwestfranzösischen Département Dordogne. Diese bildet eine natürliche Fortsetzung des Gebietes von Bordeaux, gehört jedoch der Weinbauregion Sud-Ouest an. Es gab einen herrlichen Rosé, einen vollmundigen Rotwein und zum Abschluss einen halbtrockenen, weichen und aromatischen Weißwein.

Die Vorsitzende des Arbeitskreises, Trudel Schulte-Mäter, bedankte sich bei den altbekannten Freunden dieser Veranstaltung sowie den „Neubürgern“, die erschienen waren, für ihr Kommen, die trotz des regnerischen Novemberabends oder gerade deswegen sich sehr wohl fühlten und denen es allen sehr gefallen hat. Abschließend wies sie dann noch auf die kommenden Veranstaltungen des Arbeitskreises zusammen mit der Kulturkreis Schwalbach GmbH hin, den Weihnachtsmarkt am 6.12.2014 und den vorweihnachtlichen Abend mit den drei Städtepartnerschaften am 12.12.2014.


Tagesfahrt nach Sesenheim und Straßburg im Elsass am 20.9.2014

 

Am 20.9.2014 bot die Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskries Städtepartnerschaft Avrillé eine Tagesfahrt nach Sessenheim und Straßburg im Elsass an. Sie war mit 50 Teilnehmern restlos ausverkauft.

Die Fahrt führte zunächst in das kleine Dorf Sesenheim bzw. Sessenheim – wie die Franzosen sagen - etwa 40 km nördlich von Straßburg gelegen. Hier hatte Goethe, der von April 1770 bis August 1771 in Straßburg  Jura studierte und sein Studium mit dem Lizentiat abschloss, eine Liebesaffäre mit einer der Töchter des Pfarrers, Friederike Brion, die er häufiger, teils wochenlang, besuchte. Es wurden die Kirche des damaligen Pfarrers (mit den Grabplatten der Eltern der Geliebten Goethes) und eine Gedenkstätte an Goethe besucht. Friederike selbst ist im badischen Meissenheim (bei Lahr) beerdigt.

In Straßburg kam man soeben rechtzeitig ins Münster, um das tägliche Vorbeiziehen der Apostel an der Astronomischen Uhr um 12.30 Uhr mitzubekommen und auch noch das Phänomen des Grünen Strahls, der nur zur Frühlings- und Herbst- Tag- und Nachtgleiche zu sehen ist. Bei herrlichem Sonnenschein stiegen auch einige Mutige, die nicht wie Goethe bei seinen Besteigungen des Münsters unter Schwindelanfällen zu leiden hatten, die 330 Stufen zur Plattform hinauf und wurden mit einem herrlichen Blick über die Stadt und die Landschaft zwischen Schwarzwald und Vogesen belohnt. Zum offiziellen Abschluss des Besuchs gab es eine Stadtführung, die den Teilnehmern der Fahrt noch viele Details der baulichen und geschichtlichen Entwicklung der Stadt nahebrachte.

Die Beschaulichkeit der ländlichen Idylle und der geschäftige Trubel der Großstadt  - ein großer Gegensatz an einem Tag, viele neue Eindrücke und die Begegnung mit einer der zahlreichen Liebesaffären unseres größten Dichters und Denkers: die Teilnehmer der Fahrt zeigten sich sehr zufrieden und das schöne Wetter hatte alle tristen Prognosen übertroffen.


Ein unterhaltsamer deutsch-französischer Abend
mit den Stolzesten Frau‘n

 

Sie waren schon einige Male bei Veranstaltungen des Arbeitskreises Avrillé aufgetreten: die Stolzesten Frau’n. Am 19.7.2014 gab es aber – wie die Stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises, Monika Beck, zur Begrüßung sagte - den ersten großen Auftritt in Schwalbach mit einem umfassenden eigenen Programm. Dieses wurde gemeinsam vom Arbeitskreis und der Kulturkreis AG Schwalbach veranstaltet. Der Saal 1 des Bürgerhauses Schwalbach war – trotz des herrlichen Sommerwetters oder gerade wegen der großen Hitze draußen - sehr gut besetzt.

Die zahlreich erschienenen Besucher und Besucherinnen wurden mit einem abwechslungsreichen Programm unterhalten. Dorothea Paul (Gesang und Gitarre) und Michaela Bender (Klarinetten und Saxophon) begeisterten nicht nur mit klassischen französischen Chansons und bekannten deutschen Liedern der Comedian Harmonists und von Brecht/Weil das Publikum, sondern boten auch Anklänge an den argentinischen Tango (Astor Piazolla), die jiddische Klezmer- Musik und einen englischen Song aus Brechts Aufstieg und Fall der Stadt Mahagony. Frau Paul führte zurückhaltend, aber informativ durch das Programm und erklärte knapp die vielfältigen Darbietungen. Ihrer Aufforderung zum Mitpfeifen wurde bei einigen Ohrwürmern (Champs Elysées, C’est si bon oder Milord) zwar etwas zögernd, aber doch vernehmlich Folge geleistet.

Ein starker Beifall am Schluss dankte den beiden Künstlerinnen. Als Zugabe sangen sie ihr Erkennungslied: Ich brech die Herzen der stolzesten Frau’n. Die meisten Anwesenden werden sich sicher gerne noch einmal ihr Herz auch von den stolzesten Frau’n brechen lassen. 


Wilde Löwen, verfolgte Christen, römische Gladiatoren

 

Unter den vielen immer wieder aufs Neue beeindruckenden Erlebnissen bei den Fahrten Schwalbacher Bürger in ihre französische Partnerstadt Avrillé gab es dieses Mal ein Highlight ganz besonderer Art: ein Besuch im Freizeitpark „Le Puy du Fou“ in der Vendée.

2012 ausgezeichnet mit dem Thea Classic Award, eine Art Oscar der Unterhaltungsindustrie, als weltbester Park, bietet er eine Fülle von Attraktionen, die für jeden Besucher Interessantes bereithalten. Mit Hilfe raffiniert ausgeklügelter Technik werden Szenen der französischen Geschichte anschaulich und spektakulär präsentiert, wenn auch vermutlich nicht immer eng an der historischen Wirklichkeit orientiert,

Besonders eindrucksvoll ist jedoch die Leistung der Dompteure, die nicht nur Löwen bändigen in einer römischen Arena, in der verfolgte Christen um ihr Leben bangen, der Wagenlenker, die in atemberaubenden Tempo ihre Streitwagen durch das nachgebaute Kolosseum fahren, sondern auch die der Falkner, die mit Geiern, Adlern und vielen anderen Raubvögeln ein grandioses Schauspiel vorführen.

Beflügelt von den vielen Eindrücken der Reise, die vom 19.6 bis zum 23.6.2014 dauerte und auch einen Aufenthalt in Paris beinhaltete, freuen sich die Teilnehmer schon jetzt auf den Gegenbesuch der Freunde aus Avrillé im nächsten Jahr.

Ihr Dank gilt den Begleitern Trudel Schulte-Mäter und Monika Beck, vor allem aber auch dem Kulturkreis Schwalbach, der wieder einmal die Reise hervorragend vorbereitet hatte.


Ein fabelhafter Abend
oder
ein Abend mit Fabeln von Jean de la Fontaine

 

Ein fabelhafter Abend - oder - ein Abend mit Fabeln von Jean de la Fontaine wurde am 4. Juni im Bürgerhaus Schwalbach den interessierten Zuschauern und Zuhörern geboten.

Nach einer kurzen Einführung zum Leben dieses französischen „Königs der Verse“, der von 1621 bis 1695 lebte, Theologie und Jura studierte und sich dann in Paris ganz seinem Hauptwerk widmete, den Fabeln in Versen, die er zum Kunstwerk erhob.

1683 wurde er in die Académie Française gewählt.

Lilos Puppenbühne ließ die unterschiedlichsten Fabeltiere auf wunderbare Weise 14 verschiedene Fabeln, angefangen mit „Der Fuchs und der Storch“, darstellen und sprechen, begleitet von passender Musik.

Nach großem Applaus für diese Veranstaltung des AK Städtepartnerschaft Avrillé freuen wir uns schon auf den 19. Juli 2014, wenn wieder eingeladen wird, und zwar zu einem Chansonabend der „Stolzesten Frau’n“, die deutsche Lieder und französische Chansons in ihrem Repertoire haben.


Um Pierre de Ronsard, einen – vielmehr d e n französischen Dichter des 16.Jahrhunderts, ging es am Montag, den 10. März in einem Vortrag von J. Kreß-Beck im Rahmen des Kulturprogramms des Arbeitskreises Avrillé.

Anlass waren zwei Rosenstöcke - nach Pierre de Ronsard benannt, die die französischen Freunde zum Partnerschaftsjubiläum im Herbst den Schwalbachern geschenkt hatten, und das dabei rezitierte Gedicht: Mignonne, allons voir, si la rose…., geschrieben von ebendiesem Poeten.

Während in der kulturellen Tradition Frankreichs der Renaissance-Autor Ronsard so berühmt ist, dass er Namenspatron von Schulen, Landschaften in der Touraine und schließlich des 16. Jahrhunderts selbst ist: Siècle de Ronsard, ist er in Deutschland eher weniger bekannt. So wird, wie der Referent ausführte, die Rose, die zum 400.Todestag nach Ronsard benannt wurde, vom Züchter für das Ausland unter dem Namen Edenrose geführt.

Im Vortrag wurde insbesondere die Biografie Ronsards vorgestellt, die auf vielfältige Weise , vom Geburtsort bei Vendôme bis zum Alterssitz bei Tour, mit Orten und Landschaften der Touraine und dem Loir, einem Nebenfluss der Loire, verbunden ist. Zudem werde, so der Referent, das Leben Ronsards, der sich als Mitglied des Dichterkreises Pléiade für eine Wiedergeburt der französischen Literatur und Sprache, nach Mustern der klassischen Antike und im Geiste des (italienischen) Humanismus einsetzte, und als Dichter eine Vielzahl von Oden und Sonetten schrieb, von Rosen-Anekdoten und –Legenden umrankt. Dass er zu einem der am meisten vertonten Autoren gehört, wurde an einem Madrigal der King Singers und einer Interpretation eines Richard-Wagner-Liedes verdeutlicht.

Kreß-Beck verwies zum Schluss auf zwei jüngere Neuübersetzungen von Gedichten Pierre de Ronsards, die in zweisprachigen Ausgaben im Elfenbein-Verlag erschienen sind. Hier werde Ronsard als lesenwerter Poet erfahrbar, der nicht nur ein kunstfertiger Dichter am Hofe einiger Renaissance-Könige gewesen ist, sondern auch ein origineller Sänger der Liebe, König der Poeten.


2.4.2014: "Die Frau des Leuchtturmwärters" (L'Equipier)

Der Regisseur Philippe Lioret läßt seinen Film von 2004 in einem Dorf in der Bretagne spielen. Mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen entwirft er ein kraftvolles  Porträt einer verbotenen Liebe in einer ländlichen Gemeinschaft.

Wie bei früheren Filmabenden machte Frau Dr. Scholtz mit großer Sachkenntnis eine Einführung, und im Anschluß nahmen noch viele Zuschauer an einem Gespräch über den Inhalt des Films und die Schauspieler Sandrine Bonnaire und Grégori Derangère teil.


Elsass – ein interessantes Reiseland

Ein kurzweiliger Vortrag von Prof. Comes
fesselte die zahlreiche Zuhörerschaft. Am Dienstag, 20.5.2014, hielt Prof. Dr. F.J. Comes im vollbesetzten Saal 7/8 des Bürgerhauses Schwalbach im Rahmen des Kulturprogramms des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé – Schwalbach in der Kulturkreis GmbH einen begeisternden Vortrag über das Elsass.

Er stellte zunächst den Grenzland-Charakter der Region als Pufferzone zwischen Frankreich und Deutschland im Oberrhein-Graben zwischen Basel und Karlsruhe heraus und ging ausführlich auf seine wechselvolle Geschichte, die Mentalität seiner Bewohner und die vielseitige elsässische Küche ein.

Nach einer Pause unternahm er sodann eine Reihe von Ausflügen in die eine oder andere Stadt, allen voran nach Straßburg und Colmar, aber auch in einige der herrlichen, so deutsch anmutenden Weindörfer oder zur Hochkönigsburg, die die schlauen Schlettstädter Kaiser Wilhelm II schenkten, und zum Odilienberg bei Obernai.

Es fehlten auch nicht die Hinweise auf berühmte Elsässer, so auf den Urwaldarzt und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer oder den Kartographen Waldseemüller, der zusammen mit Matthias Ringmann in einer weitverbreiteten Weltkarte von 1507 die gerade neuentdeckte Welt mit dem Namen „Amerika“ belegte, den evangelischen Pfarrer und Sozialreformer Johann Friedrich Oberlin, der als einer der Väter des Kindergartens gilt, oder den Zeichner und Karikaturisten Jean Jacques Waltz, alias Hansi, der sich über die Preußen im Elsass lustig machte.

Zum Schluss gab der Vortragende seiner Hoffnung Ausdruck, dass er genügend Anregungen gegeben habe, das Land zu besuchen. Dazu bietet der Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé–Schwalbach mit seiner Tagesfahrt nach Straßburg und Sessenheim am 20. September dieses Jahres eine gute Gelegenheit. Für diese Fahrt ebenso wie die anstehende Bürgerfahrt des Arbeitskreises nach Avrillé vom 19. bis 23.6.2014, für die noch einige Plätze frei sind, machte dann die Vorsitzende des Arbeitskreises, Frau Trudel Schulte-Mäter, noch Reklame. Sie dankte Prof. Comes herzlich für seinen kurzweiligen Vortrag und wies abschließend auf das nächste Treffen des Arbeitskreises am 27.5.2014 hin, das der Vorbereitung der Bürgerfahrt dient und zu dem alle Interessenten an dieser Fahrt herzlich eingeladen sind.


Protestantismus in Frankreich – einst und jetzt
Vortrag im Bürgerhaus am 18.2.2014

Jahrhundertelange Verfolgung und Trennung von Staat und Kirche in Frankreich

 

 

Zum Auftakt des diesjährigen Jahresprogramms hatte der Arbeitskreis Avrillé der Städtepartnerschaft Schwalbach-Avrillé in der Kulturkreis AG. zu einem Vortrag von Marie-Claire Perroudon von der französischen Reformierten Gemeinde Frankfurt geladen: „Protestantismus in Frankreich – einst und jetzt“. Eine stattliche Zuhörerschaft war ins Bürgerhaus gekommen.

Wie die Kulturbeauftragte des Arbeitskreises, Frau Margot Comes, einleitend ausführte, weiß man zwar manches über Frankreich, aber doch sehr wenig über den Protestantismus in dem insgesamt als katholisch geltenden Land. Offensichtlich war das Interesse groß, mehr darüber zu erfahren. Sehr ausführlich berichtete Frau Perroudon über die schier endlose Abfolge von Verfolgungen und Kriegen kurz nachdem sich erste Anhänger unter den Anfang des 16. Jahrhunderts auch in Frankreich auftauchenden reformatorischen Bewegungen vor allem im schon immer religiös besonders bewegten Süden zeigten. Unter Ludwig dem XIV., dem absolutistischen „Sonnenkönig“, war dann endgültig klar, dass Protestanten in Frankreich nicht geduldet wurden, was nicht hinderte, dass der passive und aktive Widerstand von einzelnen Familien und Gruppen weiterging. Insgesamt haben zudem fast eine Million Menschen aus religiösen Gründen ihr Land verlassen.

Nachdem es dem Protestantismus unter Napoleon relativ gut gegangen war, gab es erst mit der französischen Republik seit 1871 bzw. der Trennung von Kirche und Staat von 1905 ein Ende der offenen Intoleranz und Verfolgung. Aber: trotz einer Vielzahl von Gruppierungen und Vereinigungen von Protestanten und Evangelikanen, die abschließend noch kurz vorgestellt wurden, machen diese heute zahlenmäßig nur etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung aus.


Gelungenes Neujahrstreffen des Arbeitskreises Avrillé

 

Am Montag, 13.1.2014, fand im Bürgerhaus Schwalbach das Neujahrstreffen des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Schwalbach–Avrillé statt. In Vertretung der erkrankten Vorsitzenden, Frau Schulte-Mäter, begrüßte Frau Monika Beck die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste.

Jürgen Schulte-Mäter präsentierte einen Rückblick auf die Ereignisse des vergangenen Jahres mit dem Höhepunkt des Besuchs der französischen Freunde aus der Partnerstadt im August.

Dr. Molter zeigte anschließend wunderschöne Fotos von einer Radtour der Fahrradgruppe der Katholischen Pfarrgemeinde in das Loiretal, die auch zu einer Begegnung mit Freunden aus Avrille, insbesondere der Partnergemeinde St. Gilles, führte. Mit ihm waren einige Teilnehmer dieses Fahrt als Gäste erschienen.

Schließlich präsentierte Frau Margot Comes das Jahresprogramm 2014 des Arbeitskreises. Sie wies dabei u.a. auf den am 18.2.2014 anstehenden Vortrag zum Protestantismus in Frankreich und den Vortrag von Prof. Comes über das Elsass am 20.5.2014 hin. Dieser dient gewissermaßen als Einführung in die für den 20.9.2014 geplante Tagesfahrt nach Straßburg.

Als Höhepunkt des Jahres steht (an Fronleichnam) die Bürgerfahrt nach Avrillé mit Zwischenstopp in Paris auf der Hinfahrt für Donnerstag, 19.6.2014 bis Montag, 23.6.2014, an.

Frau Anke Kracke, die Geschäftsführerin der Kulturkreis GmbH, überreichte Blumen und Präsente als Anerkennung ihrer Arbeit für den Arbeitskreis an Frau Trudel Schulte-Mäter, Frau Monika Beck,  Frau Margot Comes, Jürgen Schulte-Mäter und den Pressebeauftragten des Arbeitskreises, Dr. Wolfgang Küper.

Bei einem von den Teilnehmern selbst gestalteten reichlichen Buffet und Wein und sonstigen Getränken unterhielten sich die Teilnehmer prächtig. Zum Abschluss gab es ein „offizielles“ Foto aller Anwesenden.


Der Arbeitskreis auf dem Schwalbacher Weihnachtsmarkt 2013

 

Beim diesjährigen Weihnachtsmarkt von Schwalbach am Samstag, 7.12.2013, war der Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé – Schwalbach wieder mit einem eigenen Stand vertreten. Zum ersten Male wurde „vin blanc chaud au calvados“ (weißer Glühwein mit Calvados) ausgeschenkt. Eine ganze Reihe von Mitgliedern des Arbeitskreises hatte verschiedenartige herrliche Quiches gebacken, die  - ebenso wie der Glühwein - sehr gut nachgefragt waren. Außerdem wurden selbstgebackene  „Madeleines“ angeboten. Insgesamt hatte der Stand regen Zulauf.


Verbindungen zwischen Ereignissen und Menschen

Zwei große Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts
Literarischer Abend des Arbeitskreises Avrillé

Am Dienstag, 12.11.2013, veranstaltete der Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé–Schwalbach im Verein mit der Kulturkreis GmbH Schwalbach einen Literarischen Abend mit Marcel Proust und John Galsworthy. Frau Margot Comes stellte das siebenbändige Opus des Franzosen Marcel Proust „ Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ und Frau Dr. Ulrike-Sofie Scholtz den Romanzyklus „Forsyte Saga“ des englischen Schriftstellers John Galsworthy vor. Beide Vortragende hatten sich mit der Präsentation dieser Monumentalwerke viel vorgenommen. Sie führten besonders ausgiebig in das Leben und die Zeit ihrer Autoren und sodann in die jeweils umfangreichen Werke ein. Es wurde ein Abend von 2 ½ Stunden (mit einer kurzen Pause), der das zahlreich erschienene Publikum fortdauernd fesselte.

Marcel Proust (1871–1922) aus gut bürgerlichem Hause in Paris, mit homosexuellen Neigungen, die aber in der damaligen Zeit strikt verheimlicht werden mussten, litt zeitlebens unter starken Asthma-Anfällen. Er musste sich sein umfangreiches Werk regelrecht abringen und große Teile davon konnten erst nach seinem Tode erscheinen. Es ist eines der bedeutendsten Romane, wenn nicht der bedeutendste des 20. Jahrhunderts, in dem die Zeit in ihren vielfältigen Dimensionen in einem Gewirr von Ereignissen dargestellt wird. Frau Comes fasste die weit verzweigten Reflexionen und detaillierten Beschreibungen von verschiedenartigen Phänomen in einem Zitat zusammen: „Die Zeit ist ein Netz von Verbindungen zwischen Ereignissen und Menschen“.

Frau Dr. Scholtz stellte ihre Darstellung in den Zusammenhang einer literaturgeschichtlichen Betrachtung von Romanzyklen, die aus mehreren Romanen in größeren Zusammenhängen, allerdings mit je eigenen Teilen bestehen. John Galsworthy (1867 – 1933) sieht sich darin in der Tradition von Honoré de Balsac und Emile Zola und schrieb mit der „Forsyte Saga“, einer Art Familiengeschichte in 3 Teilen mit zwei Einfügungen, eine erste große Trilogie, der noch zwei weitere folgten. Er stammt aus einer großbürgerlichen Familien und hat trotz seiner Zugehörigkeit zur oberen Mittelklasse sich stets für soziale Reformen, etwa im Rechtswesen oder im Gefängniswesen, eingesetzt. Er gilt als Klassiker der modernen englischen Literatur und erhielt 1932 den Nobelpreis für Literatur.

Was beide Autoren so interessant macht und was beide Vortragende so eindrucksvoll vermittelten, war ihre Beschäftigung mit den großen gesellschaftlichen Wandlungen und den sozialen Problemen ihrer Zeit. In unserer schnelllebigen Zeit allerdings wird es uns schwerfallen, solche monumentalen Werke auch tatsächlich vollständig zu lesen. Selbst eine der Vortragenden gestand, dass sie nicht alle Bände vollständig gelesen habe.

Es ist zu hoffen, dass diese traditionelle Reihe der Literarischen Abende fortgesetzt wird und uns noch manche weitere so spannende Abende wie dieser vermittelt werden.


Gastgeschenk zum 35. Geburtstag der Städtepartnerschaft:
Zwei Rosenstöcke aus Avrillé blühen künftig im Europa-Park

 

Am Freitag, 8. November 2013, wurden die beiden Rosensträucher, Präsent der Gäste aus Schwalbachs Partnerstadt Avrillé, im Europa-Park in Schwalbach eingepflanzt. Es handelt sich um zwei rosa blühende, gefüllte Kletterrosen, benannt nach Pierre de Ronsard, einem berühmten französischen Lyriker des 16. Jahrhunderts. Diese Rose wurde 1987 von einem französischen Züchter aus zwei alten Sorten gekreuzt.

Bürgermeisterin Christiane Augsburger sagte: „So besonders wie die Rose ist auch die Freundschaft zu Avrillé, Schwalbachs erster Partnerstadt. Daran soll uns dieses Geschenk erinnern.“ Die Vorsitzende des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Schwalbach – Avrillé, Trudel Schulte-Mäter, ergänzte: „Und so wie wir diese Kletterrosen in unserem Park pflegen werden, damit sie zusammenwachsen und uns mit ihren Blüten erfreuen, so werden wir weiter an dem guten Verhältnis und den persönlichen Verbindungen zwischen den Bürgern unserer beiden Städte arbeiten“.

Vom 23. bis 26. August 2013 besuchten Bürger aus Avrillé ihre Freunde in Schwalbach am Taunus. Im Zeichen der Rose wurde an diesem Wochenende das 35-jährige Jubiläum der Verschwisterung beider Städte gefeiert. Gleich bei der Ankunft des Busses aus Frankreich überreichten die 35 Besucher ihren Gastgebern jeweils eine Rose und bei der offiziellen Begrüßung im Foyer des Bürgerhauses dann das Gastgeschenk, die beiden Rosensträucher.


Käse und Wein

Ein gemütlicher Abend im Bürgerhaus

 

 

Wie in den vergangenen Jahren hatte der Arbeitskreis Avrillé in der Kulturkreis GmbH alle Freunde der Städtepartnerschaft und alle Schwalbacher Bürgerinnen und Bürger am 8. November 2013 zum traditionellen Abend mit Käse und Wein im Bürgerhaus eingeladen. Im schön hergerichteten Saal 1 des Bürgerhauses hatten an die 40 Gäste Platz genommen, als Frau Schulte-Mäter, die Vorsitzende des Arbeitskreises, die Gäste begrüßte. Monsieur Jacoulot aus Bad Soden bot Käse aus Straßburg und Wein aus verschiedenen Lagen zwischen Bordeaux und Marseille an, darunter einen  mundigen Weißwein, einen herrlichen Rosé aus der Provence und einen roten „Herbstwein“ aus dem südlichen Frankreich. Es herrschte beste Stimmung und die Gäste genossen sichtlich sowohl den Käse als auch die verschiedenen Weine.

Schließlich fehlte nicht der Hinweis auf die kommenden Veranstaltungen des Arbeitskreises, darunter vor allem auf den kommenden Weihnachtsmarkt, wo die Besucher Quiches und ein besonderer Glühwein erwartet.


Edith Piaf – „Nein, ich bereue nichts.“

Eine Konzertveranstaltung mit Lesung im Bürgerhaus

 

 

Am 10.10.1963 – vor 50 Jahren – starb Edith Piaf, die von ihrer Gestalt kleine („Spatz von Paris“), aber von ihrer Wirkung her große französische Sängerin. Aus diesem Anlass veranstaltete die Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH zusammen mit dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé einen Abend mit Liedern und der Lesung von Texten über das bewegte Leben der „Grande Dame“ des französischen Chansons. Christa Platzer & Band ließen einige der bekannten Chansons wieder auferstehen und Christa Platzer berichtete von interessanten Details aus Leben und Wirken von Edith Piaf. Sie überzeugte mit ihrem Sound, der nahezu perfekt die große Französin wiedergab. Die hervorragende Band stand ihr nicht nach.

Das Publikum, das leider nicht besonders zahlreich erschienen war – vielleicht war die Werbung für diesen Abend nicht so ganz perfekt – genoss die Chansons. Man erfuhr einiges Neues aus dem Leben der (im Alter von 47 Jahren) so früh Verstorbenen, die trotz aller Tiefen, die sie erlebte, zu dem großartigen Schluss kam: „Nein, ich bereue nichts“. Und am Schluss zwangen die begeisterten Zuhörer und Zuhörerinnen Sängerin und Band noch zu einer  Zugabe.


Die Tagesfahrt 2013

Hambacher Schloß Beim Probieren Die Weinprobe Wissembourg

Am Samstag, den 14. September 2013, führte die diesjährige Fahrt des Kulturkreises der Stadt Schwalbach in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé in die Pfalz. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde ein in vieler Hinsicht abwechslungsreiches und interessantes Programm geboten.

Am Vormittag besuchte die fast 50 köpfige Gruppe das Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße. Viele der Teilnehmer hatten sich erst vor kurzem in einem höchst interessanten Vortrag über die politische Bedeutung des Hambacher Festes 1832 für die Entwicklung der Demokratie in Deutschland und für ein geeintes Europa informiert. Eine sehr lebendige Führung durch die Räumlichkeiten des Schlosses und die Dauerausstellung machte die Bedeutung des Ortes anschaulich. Besonders beeindruckte dabei auch der gelungene Umbau und die Erweiterung des Schlosses, für welche der Architekt Max Dudler 2012 mit dem Preis des Deutschen Architekturmuseums ausgezeichnet wurde.

Mittags erreichte die Gruppe das malerische Städtchen Wissembourg, gleich hinter der deutsch-französischen Grenze, mit seinen schönen Fachwerkhäuser und der historischen Stadbefestigung.

Gestärkt durch manche Köstlichkeit der französischen Küche ging es zu einer Führung durch das pittoreske, von der Lauter durchflossene, Städtchen. Üppige Blumenbeete erfreuten die Besucher, aber vor allem auch die aus dem 11.Jahrhundert stammende Abteikirche Sankt Peter und Paul mit ihren bemerkenswerten Glasfenstern und Wandmalereien.

Am Abend gab es dann eine kundige Führung durch den modernen Weinkeller mit anschließender Weinprobe in der Winzergenossenschaft in Kallstadt.

Angekommen in Schwalbach waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrt einig, dass sie wieder einmal einen gelungen Ausflug erlebt hatten, den auch ein kurzer heftiger Regen nicht trüben konnte. Ihr Dank gilt dem Kulturkreis, der die Fahrt hervorragend vorbereitet hatte, und den beiden Vertreterinnen des Arbeitskreises Avrillé, Frau Schulte-Mäter und Frau Comes, die auf vielfältige Art und Weise zum Gelingen des Tages beitrugen.


Napoléon - er veränderte Europa.

Für Dienstagabend hatte der Arbeitskreis Avrillé zu einem Vortrag über Napoléon eingeladen. Einer interessierten Zuhörerschaft beschrieb der Vortragende F.J.Comes eine Person, die in den Wirren der französischen Revolution durch sein sagenhaftes Schlachtenglück

zum Volkshelden emporwuchs, was ihn schließlich zum Kaiser der Franzosen werden ließ. Seine Reformen wirken zum Teil bis heute, und seine Politik trug maßgeblich zur nationalstaatlichen Einigung Deutschlands und Italiens bei. Seine Internierung auf St. Helena beendete eine Herrschaft, die durch die vielen Kriege große menschliche Verluste hinterlassen hatte.

Mit diesem Vortrag setzte der Arbeitskreis seine lobenswerte Tradition fort, dem Schwalbacher Publikum die Kultur und die Geschichte Frankreichs näher zu bringen.


Ein Wochenende im Zeichen der Rose
vom 23. bis 26.8.2013

Das 35jährige Jubiläum der Verschwisterung Schwalbachs mit Avrillé wurde am vergangenen Wochenende gefeiert.

Gleich bei der Ankunft des Busses aus Frankreich überreichten die 35 Mitreisenden ihren Gastgebern jeweils eine Rose und bei der offiziellen Begrüßung im Foyer des Bürgerhauses ihr Gastgeschenk: zwei große rosafarbene Rosensträucher, die den Namen des berühmten französischen Dichters aus dem 16. Jahrhundert tragen: Pierre de Ronsard.

Am Samstag fuhren Gäste und Gastgeber zusammen nach Weilburg. Sie besichtigten die Kristallhöhle in Kubach, und während eines Mittagessens in Weilburg wurde ihnen eine Überraschung geboten mit dem Besuch des Bürgermeisters der Stadt, Herrn Hans-Peter Schick. Dieser begrüßte mit herzlichen Worten die Gäste, zeigte sich als begeisterter Europäer und Verfechter der Städtepartnerschaften und überreichte Gästen und Gastgebern Buchgeschenke. Es folgte die Besichtigung des Schlosses und seiner Gärten bevor man sich wieder auf den Heimweg machte.

Am Sonntagmorgen waren die Gäste im Rahmen der bestehenden Partnerschaft zwischen den Gemeinden St. Gilles in Avrillé und der katholischen Gemeinde in Schwalbach zur Messe in St. Pankratius eingeladen. Dazu war ein deutsch-französischer Gottesdienst mit dem Kirchenchor von St. Pankratius vorbereitet, der einen Teil der C-Dur-Messe von Charles Gounod vortrug.

Das offizielle Programm ging am Sonntagabend mit einem Magistratsempfang zu Ende. "Lilos Puppenbühne" erfreute alle im Saal mit bekannten deutschen und französischen Liedern und Chansons. Bürgermeisterin Augsburger begrüßte die Anwesenden, darunter den eigens angereisten Amtskollegen Dr. Marc Laffineur und wies darauf hin, dass in einer Zeit, in der alte Gewissheiten täglich in Frage gestellt werden, alle auf die nunmehr 35 Jahre andauernde Freundschaft zwischen den beiden Partnerstädten stolz sein können. Marc Laffineur betonte, dass die Partnerschaft die Pflicht habe, die humanistischen Ideen der Väter der deutsch-französischen Freundschaft weiterzugeben. Avrillé und Schwalbach seien wie zwei Schwestern, die immer voneinander lernen.

Trudel Schulte-Mäter, die Vorsitzende des Schwalbacher Avrillé-Kommites, dankte beiden Bürgermeistern für ihre Unterstützung der Partnerschaft. Ihr französischer Partner Jean-René Brillouet wünschte sich, dass die nächsten Generationen in Schwalbach und Avrillé diesen Weg der Freundschaft auch in den nächsten 35 Jahren weitergehen

Im Anschluss zeigten Jugendliche in einer lebendigen Präsentaton Fotos der deutsch-französischen Jugendbegegnung in Marseille in diesem Sommer, zu der Schüler aus Schwalbach und Avrillé in die südfranzösische Stadt gereist waren.

Am Ende des Abends sangen die französischen Gäste zwei Lieder über Rosen, passend zum Motto des Besuchs, und die ehemalige Vorsitzende des französischen Comité de Jumelage trug ein Gedicht Pierre de Ronsards vor.

Mit den Gedanken an die Rosen als Symbol der Liebe und Freundschaft, die nun in einem Schwalbacher Park wachsen und gedeihen werden, trat die Reisegruppe am Montagmorgen den Weg nach Hause an.


   

C'est si bon!

 

 

Der Arbeitskreis Avrillé hatte eingeladen, und trotz endlich eingetroffenen sommerlichen Temperaturen fanden sich am Dienstag, 4.6.13, über 40 Schwalbacher im Bürgerhaus ein, um sich von "Lilos Puppenbühne" begeistern zu lassen.

Wie unterhält man sich oder was bietet man zum Essen an, wenn man Besuch aus der französischen Partnerstadt bekommt? Dazu gaben die Puppen wertvolle Hilfestellungen mit Gesang und amüsanten, zum Teil gereimten Dialogen.


Am 13. Mai 2013 wurde unser Freund zu Grabe getragen.

Als Mitglied unseres Arbeitskreises war er verantwortlich für die Pflege der Homepage, die Erstellung der Protokolle bei Sitzungen und die Pressearbeit.

Wir vermissen ihn sehr.


Der Film "Amour"

Michael Hanekes preisgekrönter und hervorragend inszenierter Film "Amour" über Liebe und Tod im Alter wurde am Dienstag, 9. April 2013, im Bürgerhaus Schwalbach aufgeführt.

Mit so vielen Besuchern hatte der Arbeitskreis Avrillé nicht gerechnet - nur mit Not und Mühe konnten alle Besucher einen Sitz- oder wenigstens Stehplatz finden. Frau Dr. Ulrike Scholz machte eine Einführung zu diesem Film und leitete auch das Nachgespräch.

Die Besucher gingen beeindruckt und sehr nachdenklich nach Hause - wurde doch in diesem Film ein Thema angesprochen, das oft und gern verdrängt wird: das Alter und der nahende Tod. Und wenn es dann noch um die Liebe im Alter geht, wird das Ganze zu einem großartigen Filmerlebnis...


Die biblischen Botschaften bei Marc Chagall

Wie bereits im Vorjahr war Sabine Tischbein am 21. März 2013 wieder als Referentin im Bürgerhaus Schwalbach zu Gast, diesmal zum Thema „Biblische Botschaft in Bildern entdecken - Marc Chagall“.

Sabine Tischbein begeisterte die 40 Zuhörer mit ihren profunden theologischen und künstlerischen Kenntnissen und interpretierte höchst tiefsinnig die religiösen Bilder des Juden Marc Chagall, angefangen von der Erschaffung der ersten Menschen im Paradies bis hin zur Kreuzigung Jesu, hineingedacht in die Schandtaten und Schatten der heutigen Zeit.

Als Religionslehrerin berichtete sie auch über ihre positiven Erfahrungen in der Schule und war selbst überrascht, wie viel diese Bilder heute auch Kindern und Jugendlichen sagen können, wenn sie eine gute Hinführung bekommen.

Wegen der guten Resonanz auf die bisherigen Veranstaltungen des Arbeitskreises Avrillé sei schon heute auf den nächsten Termin hingewiesen: Am Dienstag, 9. April 2013, wird im Bürgerhaus Schwalbach um 19 Uhr der preisgekrönte Film „Amour“ (Liebe) aufgeführt, und zwar mit Einführung von und Nachgespräch mit Frau Dr. Ulrike Scholz. Der Eintritt ist wiederum frei.

Sabine Tischbein vor einem Bild Marc Chagalls - Entlassung aus dem Paradies


Ein guter Start ins neue Jahr 2013

Der Arbeitskreis Avrillé traf sich am Montag, 14. Januar 2013, zu seinem traditionellen Neujahrstreffen im Bürgerhaus Schwalbach. Mit viel Schwung und Elan soll es in das neue Jahr 2013 gehen.

Wie kann ein Neujahrsstart besser gelingen als mit gutem Essen und Trinken, das den etwa 40 Anwesenden viel Freude gemacht hat.

Im Anschluss präsentierte Dr. Bernd Jünemann (ganz links) noch einen Film über seine Avrillé-Reise im Oktober 2012. Die übrigen MItglieder des "Kern-Teams" (von links):

- Margot Comes
- Peter Neugebauer
- Monika Beck
- Trudel Schulte-Mäter (Leiterin des Arbeitskreises)
- Anke Kracke (Geschäftsführerin der Kulturkreis GmbH)
- Jürgen Schulte-Mäter

Das Jahresprogramm 2013 kann unter "Jahresprogramm 2013" eingesehen werden.


Schwalbacher Weihnachtsmarkt 2012

Kalt war es beim diesjährigen Schwalbacher Weihnachtsmarkt am 08.12.2012, wie man auf diesem Foto sehen kann. Aber es wurde am Abend auch noch sehr gemütlich. Mit der einbrechenden Dunkelheit wurde die schmucke Weihnachtsdeko richtig zum Leuchten gebracht. Der Arbeitskreis Avrillé will auch im kommenden Jahr wieder seine Hütte am neuen Standort vor der alten Schule aufbauen, und es wird ganz sicher wieder Quiche und französischen Wein geben.


Käse und Wein

Zum sechsten Mal in Folge lud der Arbeitskreis Avrillé in der Kulturkreis GmbH am 23.11.2012 zu seiner jährlichen Verkostung von französischen Weinen und Käsen ein.

In lockerer und entspannter Stimmung genossen die Teilnehmer eine Anzahl ausgesuchter Weine zusammen mit diversen Käsesorten, die dazu passend von Monsieur Jacoulot ausgewählt und in Frankreich bestellt worden waren. Während der französische Weinkenner sein Wissen über Herkunft und Qualität vorbrachte, vergingen die drei Stunden dieser Veranstaltung wie im Fluge, und man kann sich schon jetzt auf eine Fortsetzung im November des nächsten Jahres freuen.


Generationenromane des 20. Jahrhunderts

Der Arbeitskreis Avrillé in der Kulturkreis GmbH stellte im Bürgerhaus Schwalbach zwei Nobelpreisträger für Literatur und ihre Werke vor: Dr. Ulrike Scholtz referierte über Thomas Manns „Buddenbrooks“ - sein erster, 1901 geschriebener Roman, in dem er den Niedergang einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie über 42 Jahre schilderte.

Ein in Deutschland unbekannterer Autor wurde von Margot Comes vorgestellt: Roger Martin du Gard und sein Generationenroman „Die Thibaults“, den er ab 1905 über mehrere Jahre hinweg schrieb. Die Familie, deren Geschichte über drei Generationen hin verfolgt wird, setzt sich in intensiven Dialogen mit politischen Ereignissen, naturwissenschaftlichen Fragen, Katholizismus, Pazifismus, drohender Kriegsgefahr, Krankheit und Tod auseinander. Und doch ist das Ende dieses fünf Bände/Schreibeinheiten umfassenden Werks ein versöhnliches.

Die Referentinnen Dr. Ulrike Scholtz (links) und Margot Comes (rechts)


Bürgerfahrt 2012 nach Avrillé

37 Schwalbacher erlebten vom 18. bis 22. Oktober 2012 schöne und erlebnisintensive Tage in der französischen Partnerstadt Avrillé. Bei dieser Bürgerfahrt waren nicht nur langjährige Frankreichreisende dabei, sondern auch viele Schwalbacher, die erstmals Avrillé besuchten und von der französischen Gastfreundschaft sehr beeindruckt waren. In Deutschland war in diesen Tagen durchgängig Sonnenschein, in Frankreich leider nicht, was aber die gute Stimmung nicht trüben konnte.

Das Programm war wieder sehr umfassend. Abfahrt am Donnerstagmorgen mit dem Bus nach Paris. Von Donnerstagnachmittag bis Freitagmittag Aufenthalt in Paris. Diese 21 Stunden waren für Paris zwar recht kurz, hatten es aber in sich, denn jeder konnte Tag und Nacht nach eigenem Geschmack und nach eigenem Tempo gestalten. Wer wollte, konnte zu Beginn bei einer Busfahrt mit einer Münchnerin, die bereits seit 30 Jahren in Paris lebt, von dieser wunderschönen Stadt ganz neue Seiten entdecken, und das aus deutscher Sicht dargestellt.

Dann am Freitagmittag Weiterfahrt nach Avrillé und dort wieder der überaus herzliche Empfang durch die Gastgeber. Am Samstag dann eine Fahrt nach „Louresse Rochemenier“, unterirdische Bauernwohnungen aus früheren Zeiten - das war schon ein „alternatives Wohnen“ im Vergleich zu heute. Stundenlange Essen und Wein-/Sektproben (dégustations) waren der gute Rahmen für Begegnungen und gute Gespräche.

Am Sonntag konnte, wer wollte, den deutsch-französischen Gottesdienst in der katholischen Partnergemeinde St. Gilles mitfeiern - oder wer wollte, konnte "Boule de Fort" spielen (ein auschließlich in dieser Gegend mit besonderen Kugeln + Bahnen gespielte Boule-Spiel) oder sich mit der Gastfamilie ganz einfach erholen. Denn am Abend gab es wieder ein großes Treffen mit gemeinsamem Essen, Programm und Tanz. Der Abschied am Montagmorgen war wie immer herzlich, und die Freude auf ein Wiedersehen in Schwalbach im Jahr 2013 ist schon jetzt groß. Die Rückfahrt verlief in sehr guter Stimmung.

Frau Schulte-Mäter wurde - besonders auch im Namen der neuen Mitfahrer - für die schöne Reise und die gute Organisation gedankt, ebenfalls Frau Comes für die vielen interessanten Informationen über Frankreich, Paris und Avrillé. Was ist schöner für die Organisatoren als zufriedene Gesichter beim Nachhause-Kommen?

Unter "Fotogalerie aktuell" gibt es eine Auswahl von Fotos dieser Reise!


Paris ist eine Reise wert!

Wer will daran zweifeln? Und die letzten Zweifler waren wohl davon überzeugt, dass Paris eine Reise wert ist, nachdem sie am Montag, 08.10.2012, im Bürgerhaus Schwalbach den Vortrag von Prof. Dr. Comes über die Geschichte und Gegenwart von Paris miterlebt hatten. Ein kundiger Spaziergang durch Paris mit vielen Fotos aus Vergangenheit und Gegenwart, dazu interessante Informationen zur Geschichte und besondere Tipps für den nächsten Besuch dieser wunderschönen Stadt, wer bekommt da nicht Reiselust? Folgerichtig wird bei der nächsten Schwalbacher Bürgerfahrt nach Avrillé in diesen Herbstferien auch in Paris ein Zwischenstopp gemacht werden. So konnte dieser Abend für einige Besucher schon einmal die Vorfreude auf den Besuch von Paris wecken, denn am 18. Oktober 2012 wird es soweit sein, dann kann die Stadt für einen Tag und eine Nacht von den Schwalbachern „erobert" werden.

Paris einst und heute:


Tagesfahrt nach Luxemburg

Der Arbeitskreis „Städtepartnerschaft Avrillé“ und die Schwalbacher Kulturkreis GmbH hatten am 25. August 2012 zu einer Tagesfahrt nach Luxemburg, das "Gibraltar des Nordens", eingeladen. Mit 46 Teilnehmern war diese Tagesfahrt ausgebucht. 

Luxemburg ist die Geburtsstadt Robert Schumanns, einer der Gründer der heutigen Europäischen Union. Bei idealen spätsommerlichen Temperaturen wurden Stadtrundfahrt und -rundgang durchgeführt. Beeindruckt waren die Teilnehmer vom Europazentrum auf dem Kirchbergplateau mit EU-Verwaltungseinrichtungen wie Rechnungs- und Gerichtshof sowie den Prestigepalästen der internationalen Geldinstitute. Die Schwalbacher Reiseteilnehmer werden die eindrucksvollen Defensivanlagen um den Bockfelsen mit seinen gleichnamigen Kasematten, die ein Teil der Gruppe zusammen mit der Vorsitzenden des Arbeitskreises Trudel Schulte-Mäter besichtigte, sowie die nicht minder geschichtsträchtige Altstadt (seit 1994 UNESCO Weltkulturerbe) mit Liebfrauenkathedrale und Großherzoglichem Palais noch lange in guter Erinnerung behalten.


Deutsch-französiche Jugendbegegnung

21 Jugendliche aus Schwalbach und der französischen Partnerstadt Avrillé nahmen an einer Jugendbegegnung des Jugendbildungswerks teil und verbrachten gemeinsam zehn Ferientage in der Umgebung von Berlin. Ein abwechlunsgsreiches Programm  mit Sprachanimation, Ausflügen sowie verschiedenen Sport- und Freizeitangeboten schufen eine tolle Gemeinschaft. Man hat sich ganz fest vorgenommen, sich im nächsten Jahr in Frankreich wieder zu treffen.


Edith-Piaf-Abend

Viele der großen französischen Chansonniers wurden von der kleinen, aber künstlerisch alle überragenden Edith Piaf, dem „Spatz von Paris“, entdeckt und gefördert. Namen wie Eddie Constantine, Charles Aznavour, Yves Montand, Charles Trenet, Georges Moustaki sind heute noch einem breiten Publikum bekannt. Darüber und über viele Stationen im Leben dieser Ausnahme-künstlerin berichteten Lilo Schütrumpf und Diether Caspritz am Mittwoch, 6. Juni 2012, lebhaft auf einer Veranstaltung des Arbeitskreises Avrillé und der Kulturkreis GmbH.

Dem verbal vorgetragenen Lebenslauf folgte dann die von allen sehnlichst erwartete Show von „Lilos Puppenbühne“ mit Handpuppen, die Edith Piaf mit Musikern und Sängern darstellten und die ihre bekannten Chansons sangen. Mit dem Refrain des letzten vorgetragenen Chanson “Je ne regrette rien“ auf den Lippen und einem Lächeln im Gesicht verließen die Besucher beschwingt das Bürgerhaus in Schwalbach.


Noch beim Neujahrstreffen am 23. Januar 2012 hat Monika wie immer tatskräftig mit angepackt,  und auf dem Foto dieses Tages stand sie mitten unter uns (auf dieser Homepage-Seite fünf Artikel weiter hinten zu sehen, die vierte von links). Wir vermissen Monika sehr und werden sie nicht vergessen!


5.000 Jahre Gartenkultur

Der Arbeitskreis „Städtepartnerschaft Schwalbach-Avrillé“ hatte am Mittwoch, 9. Mai 2012, zu einer visuellen Studienreise „5.000 Jahre Gartenkultur“ eingeladen, und es kamen über 30 Gartenliebhaber. Frau Dr. Reichel zeigte wunderschöne historische Gärten durch alle Zeitepochen hindurch, angefangen bei den ägyptischen Gartenanlagen über die Hängenden Gärten der Semiramis in Babylon bis zu unseren heutigen Gärten des Dr. Schreber. Sie verstand es, die interessierten Zuschauer mit den kulturellen und politischen Hinter- und Beweggründen der Gartenbaukunst zu fesseln.


Filmabend "Le Havre"

Der gesellschaftskritische Film "Le Havre" (2011) wurde am 16. April 2012 vom Arbeitskreis Avrillé im Bürgerhaus Schwalbach aufgeführt. Dank der sehr guten Einführung durch Frau Dr. Ulrike-Sofie Scholtz bekamen die Zuschauer schon vorab einen umfassenden Einblick in die Gedankenwelt und die Intentionen des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäkis. Obwohl Finne, schaffte dieser es, einen typisch französichen Film zu erstellen. Weitere Einzelheiten zum Film können im Internet (www.google.de) unter dem Stichwort "Le Havre Film" erkundet werden.


Französische Politik hautnah – ein Besuch in der Assemblée Nationale in Paris

Ein Bericht des Französisch-Leistungskurses (Stufe 13)
der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus:

Wir durften am 28. und 29. Februar 2012 Unterricht der besonderen Art erleben. Dank der guten Kontakte zwischen dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft Schwalbach-Avrillé und dem Bürgermeister von Avrillé erhielten wir eine persönliche Einladung zum Besuch des französischen Parlaments in Paris. Natürlich nahmen wir die Einladung mit Begeisterung an, sollten wir doch einen direkten Eindruck von dem Ort gewinnen, an dem Frankreichs wichtigste politische Entscheidungen getroffen werden. Die Assemblée Nationale bildet zusammen mit dem Senat das Parlament. Ihre 577 Abgeordneten werden alle 5 Jahre vom Volk gewählt.

Unter der sachkundigen Führung des Abgeordneten Joseph Bossé und seiner Assistentin Perrine Lacoste erhielten wir exklusive Einblicke in die Zentrale der französischen Politik, durften einen respektvollen Blick in die persönlichen Arbeitszimmer der Abgeordneten werfen und die öffentlich-repräsentativen Räumlichkeiten im Palais Bourbon bewundern. Besonders beeindruckte uns die Bibliothek mit ihren mehr als 700.000 Werken, darunter das Original der französischen Verfassung von 1789, der Konferenzsaal, der Salle Delacroix und natürlich der Plenarsaal.

Ein besonderes Highlight war das kurze Zusammentreffen mit Monsieur Marc Laffineur, der Staats-sekretär im Verteidigungsministerium und Bürgermeister von Avrillé ist. Nur wenige Minuten, nachdem er uns persönlich begrüßt und willkommen geheißen hatte, erlebten wir ihn live im berühmten „Hémicicle“, dem Plenarsaal, den Fragen der Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

Natürlich nutzten wir die Reise auch, um Paris und seine Sehenswürdigkeiten zu erkunden oder wieder zu entdecken (einige von uns nahmen bereits an Austauschprogrammen unserer Schule teil). Frau Maak, unsere Französischlehrerin, führte uns zudem zu Plätzen und Straßen, die noch keiner gesehen hatte. Alles in allem war dieser Kurztrip ein wunderbares Erlebnis und wir bedanken uns bei allen, die uns dies ermöglicht haben!

Max Arnold, Vanessa Dahl, Antonia Ebert, Nelly Frensch, Julia Friedrich, Eva Heislbetz, Mona Köhler-Schindler, Olivia Kpalete, Erica Rademacher und Michelle Schneider.

Die Schüler/innen der Albert-Einstein-Schule  mit dem Bürgermeister von Avrillé, Marc Laffineur,
und dem Abgeordneten Joseph Bossé


Das Leben und Werk von Marc Chagall

Dies war am Montag, 5. März 2012, das Thema im Bürgerhaus Schwalbach. Die erste öffentliche Veranstaltung des Arbeitskreises Avrillé im Jahr 2012 kann als sehr gelungen bezeichnet werden! Die Zuhörer lauschten ohne Pause und mit höchster Konzentration dem fast 2 1/2 stündigen Vortrag von Sabine Tischbein. Die Referentin verstand es mit ihrem Vortrag und anhand von ausgewählten Bildern ausgezeichnet, den Lebenslauf von Marc Chagall nachzuzeichnen. Geboren 1887, hat ihn die jüdisch geprägte Kindheit in Russland für sein weiteres Leben sehr beeinflusst. Ein erster großer Einschritt im Leben von Marc Chagall war die Übersiedlung nach Paris mit 23 Jahren, dann die Flucht in die USA während des Zweiten Weltkrieges und seine Rückkehr nach Frankreich nach Ende des Krieges. Das Leben von Marc Chagall verlief nicht ohne Höhen und Tiefen, aber bis ins hohe Alter von 98 Jahren war es durch ein unermüdliches und stark religiös geprägtes künstlerisches Schaffen geprägt. Ein langes und sehr erfülltes Leben...

Die Referentin des Abends, Sabine Tischbein, vom Pädagogischen Zentrum der Bistümer im Land Hessen in Wiesbaden-Naurod, und die Leiterin des Arbeitskreises Avrillé, Trudl Schulte-Mäter


Ein guter Start ins neue Jahr 2012

Der Arbeitskreis Avrillé traf sich am Montag, 23. Januar 2012, zu seinem traditionellen Neujahrstreffen im Bürgerhaus Schwalbach. Mit viel Schwung und Elan soll es in das neue Jahr 2012 gehen, und wie kann so etwas besser gelingen als mit gutem Essen und Trinken, das den etwa 40 Anwesenden viel Freude gemacht hat.

Die Vorsitzende, Frau Trudel Schulte-Mäter, bedankte sich beim "Kernteam" für die gute Arbeit im abgelaufenen Jahr 2011 und hofft natürlich auch für 2012 auf weitere Unterstützung.

Im Anschluss präsentierte Herr Dr. Bernd Jünemann (ganz links) noch einen Film über eine Reise in die Bretagne im Sommer 2011.


Literaturveranstaltung des Arbeitskreises Avrillé

Hier ist der der Link dazu.


Ordensverleihung in Avrillé

Die Schwalbacher Bürgerinnen und Bürger freuen sich, dass Gérard Rousseau, Comité de Jumelage, Ref. de Schwalbach, der Orden "L`Ordre National du Mérite" (Nationalverdienstorden) verliehen wurde.

Der Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé und die Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH gratulieren Gérard Rousseau ganz herzlich zu seiner Auszeichnung. Einen entsprechenden Brief findet man unter "Des Nouvelles".


Käse und Wein 

Es ist schon eine langjährige Tradition: Alle Jahre wieder im November gibt es an einem Sonntag-nachmittag im Bürgerhaus Schwalbach Käse und Wein. Am 6. November 2011 war es wieder soweit. Der Gruppenraum 1 im Bürgerhaus Schwalbach war voll von Besuchern, die den Wein, den Käse und die guten Gespräche genossen. Allen Organisatoren herzlichen Dank für den gelungenen Nachmittag!


Deutsch-französische Versöhnung

Noel Fraboulet aus Avrillé, aktiv in der Städtepartnerschaft Schwalbach/Avrillé war auf Spurensuche in der Wetterau, wo sein Vater Fracis Fraboulet in Kriegsgefangenschaft war. Vgl. hierzu einen Artikel aus der "Wetterauer Zeitung" vom 23.9.2011.

Link


Ein wunderschöner Tag in Nancy

Wie im vorigen Jahr nach Metz, so fand auch dieses Jahr wieder eine Tagesfahrt in eine französische Stadt statt, und zwar am Samstag, 20.08.2011, nach Nancy. Die Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH hatte zusammen mit dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé diese Fahrt wiederum bestens organisiert. Es waren diesmal viele Mitfahrer dabei, die erstmals an einer solchen Bürgerfahrt teilgenommen haben.

Morgens um 7 Uhr ging es los, denn bis zum Ziel waren fast vier Stunden Busfahrt zu bewältigen. In Nancy angekommen, gab es eine fast zweistündige Stadtführung um das Zentrum der Stadt herum (Place Stanislaus) und in die Altstadt. Die Geschichte der Stadt wurde vor allem durch zwei historische Größen geprägt: durch den lothringischen Herzog René II. mit seinem Sieg von 1477 in der Schlacht von Nancy über Karl den Kühnen, den großen Herzog von Burgund, und um 1750 herum durch Stanislaus, den ehemaligen polnischen König und durch glückliche Umstände der Schwiegervater des französischen Königs Ludwig XV. Beide, besonders aber der Pole, haben die Stadt so geprägt, dass sie mit dem wohl schönsten Königsplatz Europas in die Liste des Kultur-Welterbes der UNESCO aufgenommen wurde.

Die Sonne schien den ganzen Tag vom blauen Himmel und trug ihren Teil dazu bei, dass alle fast 50 Teilnehmer der Fahrt überwältigt waren. Nach der Stadtführung hatten die Teilnehmer Zeit zur freien Verfügung. Sie kamen aber gar nicht mehr dazu, weitere gepriesene Schönheiten der Stadt, so das Jugendstilmuseum etwas außerhalb, zu genießen. Die Zeit reichte kaum dazu, dass am Place Stanislas gelegene Museum der feinen Künste zu besuchen, das neben vielen Schätzen der Malerei eine über einzigartige Glassammlung verfügt.

„Nancy ist wahrlich eine Reise wert“, fasste die Vorsitzende des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé, Frau Trudel Schulte-Mäter, den Tag zusammen. Alle Teilnehmer waren dem Kulturkreis und dem Arbeitskreis Avrillé für diesen wunderschönen Tag dankbar - und auch der ehemaligen Vorsitzenden, Frau Margot Comes, die auf der Hinfahrt in ihrer unnachahmlichen Art ausführlich in die Stadt und ihre Region eingeführt hatte. Alle Teilnehmer waren sich auch einig: im nächsten Jahr muss es wieder eine Reise dieser Art geben.

Dr. Wolfgang Küper

 


Gotik in Frankreich

Unter diesem kurzen Titel verbarg sich ein kultureller Leckerbissen der besonderen Art. Am Mittwoch, 15. Juni 2011, führte Prof. Dr. F. J. Comes im Bürgerhaus Schwalbach ein aufmerksames, über fast zwei Stunden lang gefesseltes Publikum in die Gotik ein.

Um die Mitte des 12. Jahrhunderts erfanden die Franzosen im Herzen ihres Landes diesen neuen Baustil, zuerst in der Abteikirche von St. Denis. In wunderbaren Bildern und mit einem geschliffenen Vortrag führte der Vortragende durch die ungeheure Formenvielfalt und den tieferen Sinn der eindrucksvollen Bauwerke, die dann folgten und sich auch in anderen Ländern Europas verbreiteten. Er legte großen Wert auf die Trennung von lichtdurchfluteter Innenwirkung und der Außenwirkung „als Steinwüste“. Wer geglaubt hatte, dass sich diese Kunstrichtung in der Baukunst erschöpfte, wurde mit herrlichen Glasmalereien und hervorragenden Produkten der Buchmalerei konfrontiert. Und nicht genug damit, besonders für die anwesenden Damen folgte ein Exkurs über die Mode der Gotik, wie sie uns in zeitgenössischen Dokumenten entgegentritt.

Bei alle dem spielte im Bürgerhaus die neue Technik der Bildübermittlung über Fernsteuerung hervorragend mit. Herzlichen Dank den Organisatoren vom Arbeitskreis Städtepartnerschaft Avrillé und insbesondere auch Frau Margot Comes, die bekannte, dass selbst sie an diesem Abend noch viel gelernt habe.

Dr. Wolfgang Küper

Abteikirche von Vendôme (Loir et Cher)


Tag der Schwalbacher Vereine

Der Tag der Vereine fand am Samstag, 21.05.2011, bei strahlendem Sonnenschein am Schwalbacher Marktplatz statt. Auch die drei Schwalbacher Städtepartnerschaft-Vereine waren vertreten. Das Foto zeigt die drei Schwalbacher Vorsitzenden Hans Ames (Yarm/England), Trudel Schulte-Mäter (Avrillé/Frankreich) und Günter Pabst (Olkusz/Polen).


Besuch der Gäste aus Avrillé in Schwalbach vom 28.04. bis 02.05.2011

48 Gäste aus Avrillé kamen an diesem langen Wochenende nach Schwalbach. Viele davon waren zum ersten Mal dabei, machten es doch die späten Osterferien diesmal möglich, dass auch Familien mit Kindern nach Deutschland mitfahren konnten.

Schwalbach zeigte sich von seiner besten Seite: Die Besucher wurden mit durchgängig schönem strahlenden Frühlingswetter verwöhnt, und sämtliche Tage waren sehr schön und erlebnisreich für Gäste und Gastgeber.

Nach der Ankunft am Donnerstagabend und dem Sich-Wiedersehen oder Sich-Kennenlernen ging es am Freitagmorgen gleich mit dem Programm los: Besuch in Mainz, Gutenberg-Museum, Altstadt, Dom, Chagall-Fenster in St. Stephan. Dann kurze Erholung zu Hause und am Abend im Bürgerhaus Vorstellung der Wandteppiche der Künstlerin Marie-José Chéret aus Avrillé sowie die Präsentation von „Le petit prince“ durch Lilos Puppenbühne, natürlich auf Französisch.

Am Samstagmorgen dann der Besuch der Grube Messel. Der Nachmittag war eigentlich zur Erholung gedacht - fast alle neuen Gäste aber haben mit ihren Gastgebern die nähere Umgebung von Schwalbach erkundet, viele davon waren in Frankfurt. Und dann am Abend der „Tanz in den Mai“ im Bürgerhaus Schwalbach - ein besonderes Erlebnis für die Gäste, ist doch diese Tradition in Frankreich so nicht bekannt. Der Tanzsportclub Schwalbach machte Tanzvor-führungen (Polka, ChaChaCha), und die französischen Gäste präsentierten Line Dance und Madison. Um Mitternacht wurde gemeinsam „Der Mai ist gekommen“ gesungen. Es war ein wirklich schöner und gelungener Abend!

Viele Gäste waren auch am Sonntagmorgen beim katholischen Gottesdienst in St. Pankratius und dem anschließenden Empfang im Gemeindezentrum dabei. Der Nachmittag war dem Radrennen gewidmet - nicht der „Tour de France“, aber immerhin dem Radrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“. Nachdem die Straßen wieder frei waren, fuhren viele noch einmal in die Umgebung von Schwalbach, insbesondere in den nahe gelegenen Taunus. Am Abend gab es noch einen Magistratsempfang im Gemeindezentrum St. Pankratius - „Die stolzesten Frauen“ sangen deutsche und französische Chansons, und ein letztes gemeinsames Abendessen beendete das Programm dieses Sonntags.

Der Abschied am Montagmorgen war wie immer herzlich und fröhlich, und die Freude auf ein Wiedersehen in Frankreich im kommenden Jahr ist schon jetzt ganz groß.


Abschied von Margot Comes

17 Jahre war Margot Comes Vorsitzende des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé und hat die Städtepartnerschaft - gemeinsam mit den Mitgliedern des Arbeitskreises - prägnant gestaltet. Nun nahm sie ihren 80. Geburtstag zum Anlass, den Vorsitz an die jüngere Generation abzugeben. Am 14. März 2011 wurde Margot Comes bei einem von der Stadt Schwalbach am Taunus und der Kulturkreis GmbH ausgericheten Empfang feierlich verabschiedet und ihre Nachfolgerin, Trudel Schulte-Mäter, in ihrem neuen Amt begrüßt. Bürgermeisterin Christiane Augsburger bedankte sich ausdrücklich in ihrer Rede für die intensive ehrenamtlich geleistete Arbeit. Anke Kracke, Geschäftsführerin der Kulturkreis GmbH, hob die vielen unterschiedlichen gemeinsamen Projekte und Veranstaltungen hervor, die durch diese Arbeit ermöglicht wurden. Viele Gäste, darunter auch Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Eschborn, waren gekommen, um Margot Comes auf diese Weise zu danken.

Ein persönlicher Gruß und Dankesschreiben des Comité de Jumelage aus Avrillé wurde vorgelesen, Trudel Schulte-Mäter überreichte Blumen des Comité an Margot Comes.


Ehrenplakette der Stadt Avrillé für Margot Comes

Am Freitag, 14. Januar 2011, wurde Margot Comes die Ehrenplakette der Stadt Avrillé durch Trudel Schulte-Mäter überreicht. Die Plakette, die die Verdienste von Margot Comes um die Städtepartnerschaft würdigt, wurde seitens der Stadt Avrillé bereits im September 2010 verliehen.

Da Margot Comes krankheitsbedingt damals leider nicht in Avrillé sein konnte, nahm der Arbeitskreis sein traditionelles Neujahrstreffen zum Anlass, die Plakette nunmehr zu übergeben.

Anke Kracke, Geschäftsführerin der Kulturkreis GmbH (links) freut sich mit Trudel Schulte-Mäter (rechts) über die Auszeichnung für Margot Comes (Mitte), Vorsitzende des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Avrillé.


Verabschiedung von Marie-Thérèse Brec als Vorsitzende

Am Donnerstag, 18. November 2010, wurde Marie-Thérèse Brec, Vorsitzende des Comité de Jumelage in Avrillé, geehrt. Sie verabschiedet sich aus dem Vorstand nach mehr als 10 Jahren. Gérard Rousseau, als Vertreter der Stadt Avrillé, überreichte Blumen des Arbeitskreises.


 

 
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